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Düsseldorf. Im Prozess um einen Auftragsmord in der Karibik ist die Angeklagte nach Ansicht des Gutachters voll schuldfähig. Er habe keine relevante psychische Erkrankung festgestellt, sagte der Psychiater am Mittwoch am Düsseldorfer Landgericht. Es gebe keine Hinweise für eine eingeschränkte Steuerung oder Einsicht. Die Planung der Tat spreche auch dagegen, dass es sich um eine Affekttat gehandelt haben könnte. Die 45-Jährige habe ihm gegenüber die Tat bestritten. Sie sei völlig überrascht gewesen, als ein Bekannter ihren Ehemann vom Rücksitz eines Autos aus erschossen habe.

Der Frau droht als mutmaßlicher Mörderin lebenslange Haft. Sie war in Mettmann auf einer Polizeiwache erschienen und hatte gestanden, den Mord für umgerechnet 2000 Euro in Auftrag gegeben zu haben und bei der Tat dabei gewesen zu sein.

Später hatte sie ihr Geständnis widerrufen, ihre Unschuld beteuert und sich auf Sprachprobleme berufen. Das Gericht will den Prozess am 9. März mit den Plädoyers fortsetzen. Die Leiche des 56-Jährigen aus Ratingen bei Düsseldorf war im Dezember 2015 in der Dominikanischen Republik entdeckt worden. Er war durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet worden. dpa

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