In Düsseldorf waren zum Jahresende 27 916 Menschen ohne Job.

Arbeitsmarkt
Nur noch 4000 Menschen sind derzeit in Kurzarbeit, vor einem Jahr waren es noch 30 000.

Nur noch 4000 Menschen sind derzeit in Kurzarbeit, vor einem Jahr waren es noch 30 000.

dpa

Nur noch 4000 Menschen sind derzeit in Kurzarbeit, vor einem Jahr waren es noch 30 000.

Düsseldorf. Die Wirtschaftskrise hat Spuren hinterlassen, doch auf dem Arbeitsmarkt ist davon beinahe nichts mehr zu spüren. Die Arbeitsagentur hat am Dienstag die aktuellen Zahlen für den Bezirk (Düsseldorf und Kreis Mettmann) mitgeteilt. Demnach waren Ende 2010 etwa 39 300 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 2900 weniger als zu Jahresbeginn. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als Ende 2009.

In Düsseldorf waren im Dezember 27 916 Menschen arbeitslos, zu Jahresbeginn waren es lediglich 33 mehr. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember – genau wie im Vorjahresmonat – bei 9,2 Prozent. „Das heißt, dass wir wieder eine stabile Situation wie vor der Krise haben“, sagt Petra Neu, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Düsseldorf. 2010 meldeten sich insgesamt 61 767 Düsseldorfer arbeitslos, doch 61 636 fanden gleichzeitig neue Jobs. Etwa 6000 offene Stellen gab es zum Jahresabschluss. Die meisten sind Büro-, Gesundheits- und Logistik-Berufe.

Nur noch 4000 Arbeitnehmer sind in Kurzarbeit

Eines der deutlichsten Anzeichen für den Aufschwung ist für Neu die Abnahme der Kurzarbeit. Waren im Dezember 2009 noch 30 000 Mitarbeiter von etwa 1100 Betrieben in Kurzarbeit, so sind es ein Jahr später nur noch 4000 Angestellte in 350 Betrieben des Agenturbezirks. „Die Zahl wird im Laufe des Jahres weiter abnehmen“, sagt Neu. Schließlich seien von der aktuellen Kurzarbeit witterungsbedingt auch Dachdecker, Gerüstbauer oder Speditionen betroffen. Die Arbeitsagentur hat die Kurzarbeit 2009 mit rund 60 Millionen Euro finanziert. „Dadurch wurden etwa 10 000 Arbeitsplätze gesichert“, sagt Neu.

Für 2011 sieht die Agentur-Geschäftsführerin eine weitere Entspannung auf dem Arbeitsmarkt voraus. Den Fachkräftemangel allerdings werden die Firmen laut Neu nur in den Griff bekommen, wenn sie verstärkt auch wieder ältere Bewerber berücksichtigten und sich auf die wichtigsten Anforderungen beschränkten.

Die vom Bund angekündigte Etatkürzung für die Arbeitsagenturen macht Neu nur wenig Sorgen, da sie für 2011 auch mit weniger Agentur-Kunden rechnet: „Wir werden niemanden abweisen müssen, der Hilfe benötigt.“

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