Eine große Industriebrache wird in den kommenden Jahren zu einem neuen Wohnviertel.

Rath
Claus Knorr, Geschäftsführender Gesellschafter von Sack & Kiesselbach, möchte an der Westfalenstraße u.a. ein Gesundheitshaus bauen.

Claus Knorr, Geschäftsführender Gesellschafter von Sack & Kiesselbach, möchte an der Westfalenstraße u.a. ein Gesundheitshaus bauen.

Schaller

Claus Knorr, Geschäftsführender Gesellschafter von Sack & Kiesselbach, möchte an der Westfalenstraße u.a. ein Gesundheitshaus bauen.

Düsseldorf. Bald kommt neues Leben in das Gebiet zwischen der Westfalenstraße und der Straße Am Gatherhof. Es geht um eine Industriebrache von knapp 70 000 Quadratmetern, für die ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Statt Industrie und Gewerbe ist vor allem an Wohnungen und Einzelhandel gedacht.

Die Zeiten, da die alteingesessene Maschinenfabrik Sack & Kiesselbach ihre hydraulischen Pressen dort produzierte, sind seit 1974 vorüber. Aber auch auf dem benachbarten Grundstück, der einstigen Pahl’schen Gummi- und Asbestgesellschaft Paguag, wächst Unkraut aus dem Betonboden. Die Firma ist an den italienischen Konzern Gomma verkauft worden.

Architekten und Landschaftsplaner diskutieren mit den Anliegern

Wie auf dem Glashütten-Gelände in Gerresheim soll auch die Bevölkerung in Rath Anregungen und Wünsche äußern können. Es geht im Prinzip darum, ein neues Wohnquartier zu bauen, den Einzelhandel an der Westfalenstraße zu stärken und das Wäldchen, das ebenfalls an der Westfalenstraße liegt, der Allgemeinheit zu übereignen. Zurzeit gehört es noch zu Sack & Kiesselbach.

Im Februar, März und Mai werden fünf eingeladene Planungsteams aus Architekten und Landschaftsarchitekten mit den Anliegern diskutieren. Dann wird auch Claus Knorr, Gesellschafter von Sack & Kiesselbach, seinen Wunsch nach einem Gesundheitshaus vortragen. Der Siegerentwurf im Gutachterwettbewerb wird im Sommer erwartet. Baureif sind die Pläne erst 2013.

Die Stadt Düsseldorf erhofft sich von der Bebauung des Areals ein neues Wohngebiet mit 300 bis 400 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, Reihen- und Stadthäusern. Am 19. Januar entscheiden die Politiker im Planungsausschuss, ob der Einzelhandel auf der Westfalenstraße konzentriert wird oder auch Am Gatherhof zugelassen wird.

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