Sightseeing mal etwas anders: Seit einiger Zeit kann mit mit VW-Käfern die Stadt erkunden.

Eberhard Fischer, Roman von der Wiesche und Roland Kessler (v.l.) posieren stolz mit zwei VW-Käfern, die in Kürze Düsseldorf erkunden werden.
Eberhard Fischer, Roman von der Wiesche und Roland Kessler (v.l.) posieren stolz mit zwei VW-Käfern, die in Kürze Düsseldorf erkunden werden.

Eberhard Fischer, Roman von der Wiesche und Roland Kessler (v.l.) posieren stolz mit zwei VW-Käfern, die in Kürze Düsseldorf erkunden werden.

Melanie Zanin

Eberhard Fischer, Roman von der Wiesche und Roland Kessler (v.l.) posieren stolz mit zwei VW-Käfern, die in Kürze Düsseldorf erkunden werden.

Düsseldorf. Der Boxermotor blubbert laut, als das Auto langsam ins Rollen gerät. Ohne Servolenkung ist es mühsam, sich aus der engen Tiefgarage hinaus in die Helligkeit zu manövrieren. Von der Tourismus-Information am Hauptbahnhof aus geht es einmal quer durch Düsseldorf, vorbei am Ratinger Tor, über die Oberkasseler Brücke, zum Abschluss hupend entlang der Königsallee. „Das ist exklusiver als im Ferrari, davon gibt es hier deutlich mehr“, grinst Eberhard Fischer und blickt auf zwei blank geputzte schwarze und gelbe VW-Käfer, die vor ihm parken.

Fischer ist Organisator der „Düsseldorf-Safari“, dem neuesten Programmpunkt der Düsseldorfer Marketing & Tourismus GmbH (DMT). Zusammen mit Schulfreund Roland Kessler lässt er Interessierte in alten VW-Käfern die Landeshauptstadt erkunden. Selbstfahren ist ausdrücklich erwünscht, jedoch kann auch als Beifahrer Platz genommen werden. Die Teilnehmer fahren in einer Kolonne, über Walkie-Talkies sind sie miteinander verbunden. Ein Guide, der die Gruppe anführt, erläutert über eben diese Geräte nebenbei Wissenswertes zur Stadt.

Hier hat man eine persönliche Bindung zum Käfer, nicht zum Trabi

Eberhard Fischer ist auf dem Gebiet der Stadtführung kein unbeschriebenes Blatt, seine „Altbier-Safari“ durch die Altstadt erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. „Ich mache generell nur Sachen, die mir Spaß machen. Autos sind eine davon. In Berlin habe ich mal eine Trabi-Safari mitgemacht. So etwas hätte hier natürlich keinen Sinn gemacht. In Westdeutschland hatten wir den Käfer, zu dem wir eine persönliche Bindung haben“, erklärt er die Grundidee der Stadtführung.

Für die Planung der Safari haben die beiden etwa ein halbes Jahr gebraucht. Zwei Monate beanspruchte das Organisieren der Autos, die von privaten Anbietern erworben wurden. Bis zu dreißigtausend Euro wurde pro Modell investiert. Insgesamt sechs Volkswagen, allesamt „made in Germany“ und größtenteils in den 1970ern produziert, nennt das Duo sein Eigen.

Angesprochen werden sollen neben Auto-Nostalgikern auch Touristen aus dem Ausland, die in einem typisch deutschen Fahrzeug einmal Düsseldorf erkunden wollen. „Wir können uns auch gut vorstellen, die Safari als Event, zum Beispiel für Firmen oder Junggesellenabschiede, anzubieten“, sagt Kompagnon Kessler.

Bei der „Highlight-Tour“ werden in etwa 90 Minuten die touristischen Hotspots angefahren. Die „Düssel-Dörfer-Tour“ am Wochenende erkundet zudem Grafenberg und Kaiserswerth. Abfahrt täglich 15 Uhr, Tourismus-Info gegenüber vom Hbf. 

Die Preise betragen 29,50 bzw. 44,50 Euro pro Person. Gebucht werden kann unter der Nummer 01727061507, unter www.duesseldorf-safari.de. Karten gibt es auch in den Tourist-Informationen am Hauptbahnhof und in der Altstadt sowie auf der DMT Website www.duesseldorf-tourismus.de/stadtrundfahrten/

Roman von der Wiesche,verantwortlich für die Unternehmenskommunikation bei der DMT, war von Beginn an überzeugt von dem Konzept der Safari. „Die beiden kamen mit dieser pfiffigen Idee auf uns zu, die wir sofort in allen Belangen unterstützt haben“, erzählt er.

Bis zu zehn Touren pro Woche sollen angeboten werden

Roland Kessler erhofft sich von diesem Vertriebsweg einiges. „Ich bin mir sicher, dass unser Bekanntheitsgrad durch die geballte Werbe-Power der Stadt ansteigen wird“, glaubt er.

Nach Angaben der Organisatoren ist der Zuspruch der „Düsseldorf-Safari“ bisher groß. „Wir haben schon sehr viele Anrufe bekommen. Wenn das Wetter langsam besser wird und unser Bekanntheitsgrad allmählich steigt, hoffen wir, an die zehn Touren in der Woche durchzuführen“, blickt Fischer optimistisch in die Zukunft.

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