Ersetzt werden sie wegen des Hochwasserschutzes dort nicht.

Lohausen/Hamm/Volmerswerth
Schon kurz nach dem Sturm mussten – wie hier auf dem Löricker Deich – viele geschädigte Bäume gefällt werden. Nun folgen bis Ende Februar weitere 140 zwischen Volmerswerth und Lohausen. Archiv

Schon kurz nach dem Sturm mussten – wie hier auf dem Löricker Deich – viele geschädigte Bäume gefällt werden. Nun folgen bis Ende Februar weitere 140 zwischen Volmerswerth und Lohausen. Archiv

Zanin

Schon kurz nach dem Sturm mussten – wie hier auf dem Löricker Deich – viele geschädigte Bäume gefällt werden. Nun folgen bis Ende Februar weitere 140 zwischen Volmerswerth und Lohausen. Archiv

Düsseldorf. Der Spaziergang auf dem Lohauser Deich wird nie mehr so sein wie vor dem Pfingststurm Ela. Kristian Lütz vom Stadtentwässerungsbetrieb informierte in der Bezirksvertretung 5 (u. a. Kaiserswerth, Lohausen), welche Maßnahmen in den nächsten Monaten getroffen werden.

Insgesamt 50 Bäume auf dem Lohauser Deich müssen noch bis vor Beginn der Brutzeit bis Ende Februar gefällt werden. Ihre Kronen sind seit dem Sturm so beschädigt, dass sie nicht mehr überlebensfähig seien. In den nächsten Jahren kann es sein, dass noch weitere Pappeln auf dem Deich verschwinden. Lütz: „Zum Teil haben sie ihr biologisches Lebensalter erreicht.“ Außerdem sind weitere Bäume von Pilzen und Krankheiten befallen. Auch gibt es viele, deren Wurzeln geschädigt sind.

Gutachter haben insgesamt 1400 Deichbäume untersucht

Insgesamt muss die Stadt sogar 140 Bäume auf den Deichen fällen lassen. Zuvor waren 1400 geschädigte Bäume von Gutachtern untersucht worden. Ausschlaggebend war das Ausmaß ihrer Schädigung. Weiteres Kriterium ist, ob sie aufgrund ihres Standortes eine Gefährdung darstellen können. Schließlich sind die Deiche beliebte Freizeitziele für Spaziergänger und Radler.

Besonders viele geplante Fällungen mussten die Stadtteilpolitiker für den Bezirk 3 (u.a. Hamm, Volmerswerth) zur Kenntnis nehmen. Veit Wilmes (Stadtentwässerungsbetrieb) erklärte, dass am Lauswardbogen allein 59 Bäume, am Hammer Deich 15 und am Volmerswerther Deich zwei Bäume gefällt werden. Im Linksrheinischen, auf dem Niederlöricker Deich kommen weitere 14 hinzu.

Ersetzt werden sie nicht, denn inzwischen gehen die Fachleute vom Stadtentwässerungsbetrieb davon aus, dass die Wurzeln der Bäume die Stabilität des Deiches und damit den Hochwasserschutz beeinträchtigen. Neupflanzungen auf Deichen seien gar nicht mehr erlaubt. Allerdings betonte Veit Wilmes, dass es deshalb nicht zu weiteren radikalen Baumfällungen auf den genannten Flächen komme.

Ersatzpflanzungen sind auf Deichen nicht erlaubt, Stadt sucht Standorte

„Wir beabsichtigen jedoch demnächst ein Gesamtkonzept zum stadtweiten Umgang mit Bäumen auf Deichen erstellen zu lassen. Dabei sollen auch geeignete Flächen, zum Beispiel im Rheinhinterland, gefunden werden, auf denen Ersatzpflanzungen nachgeholt werden können“, kündigte Claus-Henning Rolfs, Leiter des Stadtentwässerungsbetriebs, an.

Die Fäll-, Schnitt- und Reparaturarbeiten werden insgesamt rund 570 000 Euro kosten. Darin ist auch die Pflege für 457 Bäume entlang der 42 Deich-Kilometer in Düsseldorf enthalten.

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