Die Erfolge bei der Förderung von Legasthenikern sind schwer vorauszusagen.

Düsseldorf. Spricht man mit Schulen, ergibt sich naturgemäß ein anderer Tenor: Die Förderung betroffener Kinder gehört zum Standard, wenngleich die Erfolgsaussichten von Schüler zu Schüler sehr unterschiedlich sind.

Gezählt wird das nicht, aber weiterhin kann man davon ausgehen, dass der Anteil von Legasthenikern an Düsseldorfer Gymnasien gering ist. Kerstin Abs, Leiterin des Marie-Curie-Gymnasiums in Gerresheim, spricht von sechs bis acht Kindern unter den 150 des fünften Jahrgangs. „Ich denke aber, es waren früher noch weniger.“

Vor zwei Jahren hat die Schule ein Fördersystem eingeführt, das mit einem Test für alle Fünftklässler im ersten Halbjahr beginnt. Für die betroffenen gibt es denn Angebote, zum Teil in die allgemeinen Förderstunden integriert. Grundsätzlich stelle LRS keine Aufnahmehindernis dar.

An der St.-Rochus-Grundschule in Pempelfort hat sich eine Lehrerin für das Thema weitergebildet, zudem kommt eine Logopädin regelmäßig an die Schule. Allerdings ist nach Aussage von Schulleiter Christoph Baumann der Anteil der Kinder mit LRS auch hier sehr gering: „Bei einigen ist es diagnostiziert, dazu kommen noch welche, wo wir den Verdacht haben.“

Erfolge bei der Förderung sind auch an der Rochusschule von Kind zu Kind verschieden. Das liegt auch daran, dass LRS verschiedene Ursachen hat, mal vererbt ist, mal in einer verzögerten Sprachentwicklung begründet ist. Klar laut Bachmann: Wichtig für den Erfolg ist, dass die Eltern helfen.

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