Atze Schröder gastiert in Düsseldorf und hat ein neues Programm im Gepäck.

Atze Schröder gastiert am 10. Februar in Düsseldorf.
Atze Schröder gastiert am 10. Februar in Düsseldorf.

Atze Schröder gastiert am 10. Februar in Düsseldorf.

Venn, J. (jven)

Atze Schröder gastiert am 10. Februar in Düsseldorf.

Düsseldorf. Mit seinem neuen Programm „Schmerzfrei“ ist Comedian Atze Schröder am 10. Februar ab 20 Uhr zu Gast in der Halle an der Siegburger Straße. Weitere Termine gibt es am 29. Januar in der Stadthalle in Wuppertal und am 16. März im Königspalast in Krefeld.

16 Jahre Atze Schröder, wie hat sich die Figur verändert? Fallen irgendwann mal die Locken?

Atze Schröder: Moden kommen und gehen, aber meine Locken bleiben. Auch Franz Beckenbauer und Udo Jürgens haben sich nie verändert und das ist wohl ihr Erfolgsgarant. Die Themen verändern sich ansonsten zwangsläufig, genauso wie ich mich verändere. Vor zwei Jahren musste ich mich für den Titel „Revolution“ rechtfertigen, kurz danach kamen die Wutbürger und Stuttgart 21. Jetzt ist Atze „schmerzfrei“, und ich hoffe, dass ich meine Zweitbrille nach dem Tod von Gaddafi wieder zurückbekomme. „Schmerzfrei“ reflektiert, dass den Leuten inzwischen alles egal ist. Da heiraten Kate und William für viele Millionen und bei uns geht die Wahlbeteiligung immer mehr zurück. Das kümmert irgendwie keinen.

Ist Atze Schröder ein politischer Mensch?

Schröder: Politik ist wichtig, aber ich gehe damit eher komödiantisch um. Wenn ich zum Beispiel erzähle, dass wir immer dachten, der Ouzo nach dem Essen beim Griechen war umsonst. Das war wohl nichts, jetzt müssen wir doch alles bezahlen. Ich habe aber bei den politischen Gedanken immer den Blick auf den Lachern. Dabei versuche ich frech, aber nicht ätzend zu sein. Ich finde es wichtig, nicht die Opfer, sondern die Täter zu verhöhnen, denn die haben sich das redlich verdient. Beim neuen Programm geht es aber „schmerzfrei“ bis zum Thema Tod – der höchsten Form der Schmerzfreiheit. Darauf läuft im Programm alles zu. Wir lassen es krachen bis zum Abwinken.

Wie schwer ist es, sich von einem alten Programm zu verabschieden und ein neues zu beginnen?

Schröder: Ein altes Programm ist komfortabel, man kennt die Lacher und die gefährlichen Ecken. Ein neues Programm zu haben, ist wie ein neues Haus bauen und dann dort einzuziehen. Am Anfang ist noch alles kalt und zugig. Sind die Fenster und die Möbel drin, wird es langsam gemütlich. Deshalb ziehe ich mit dem Programm zuerst durch 30 kleine Clubs und Hallen, bevor ich groß auf Tour gehe. Im Laufe der Tour wird es dann immer wieder aktualisiert, mir macht es Spaß, wenn ich mit neuen Sachen auch meine Techniker noch zum Lachen bringen kann.

Karten gibt es unter Tickethotline 01805/404700 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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