Düsseldorf. Eine Apothekerin hat am Montag vor dem Amtsgericht zugegeben, dass sie mit gefälschten Rezepten eine Krankenkasse um rund 25.000 Euro betrogen hat. Sie hatte soll Rezepte eines 49-jährigen Diabetikers verändert:

Aus sechs Packungen Insulin wurden zum Beispiel zwölf. Außerdem rechnete sie teure Medikamente bei der Kasse ab, die nie bestellt waren. Ihre eigenen Angestellten hatten den Betrug beim Gesundheitsamt angezeigt.

Sie habe zwischen Februar 2005 und Sommer 2007 unter sehr starkem finanziellen Druck gestanden, sagte die 53-Jährige dem Richter. "Ich habe in dieser Zeit zu viele Tabletten genommen", erklärte sie weiter. Wegen dieser Abhängigkeit von starken Schmerzmitteln sei sie seit zwei Jahren, seit sie ihre Apotheke schließen musste, in Therapie.

Die ehemaligen Angestellten waren als Zeuginnen geladen und sagten aus, dass die Ex-Chefin seit 2005 nach dem Tod ihres Vaters immer mehr in die Sucht abdriftet war und sich teilweise seltsam benahm. Ein Therapeut bescheinigte der Frau eine abhängige Persönlichkeitsstörung. Wegen schwerer seelischer Störungen sei sie nicht in der Lage gewesen, das Unrecht ihrer Taten einzusehen, befand der Richter und sprach die Ex-Apothekerin frei.

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