Zweiter Standort wird eigenständig – ob katholisch, ist nach umstrittener Abstimmung offen.

himmelgeist/Holthausen
Die Apollinaris-Grundschule in Himmelgeist soll nach drei Jahren eine eigene Schule werden. Archiv

Die Apollinaris-Grundschule in Himmelgeist soll nach drei Jahren eine eigene Schule werden. Archiv

Sergej Lepke

Die Apollinaris-Grundschule in Himmelgeist soll nach drei Jahren eine eigene Schule werden. Archiv

Die Apollinaris-Grundschule in Holthausen bleibt katholisch. So viel steht nach einer umstrittenen Abstimmung der Eltern bisheriger und künftiger Schüler mittlerweile fest. Was mit dem Standort in Himmelgeist wird, bleibt vorerst offen. Klar ist nur, die Dependance wird eigenständig – ob katholisch oder als Gemeinschaftsgrundschule wird zu einem späteren Zeitpunkt geklärt. Die Pläne waren Thema beim letzten Schulausschuss.

Damit reagiert die Verwaltung auf Kritik von Eltern und Politikern. Hintergrund für die Diskussionen ist, dass die in drei Jahren stetig gewachsene Himmelgeister Dependance eigenständig werden soll. Dort gibt es mittlerweile drei Klassenzüge, am Hauptstandort in Holthausen sind es zwei. Die ursprüngliche Planung sah vor, die Apollinaris-Grundschule aufzulösen und stattdessen zwei neue zu gründen.

Für eine neue katholische Schule ist eine Abstimmung der Eltern über die Schulart vorgeschrieben, mindestens 224 gültige Stimmen müssen dafür vorliegen – ansonsten ist eine Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Pflicht. Am Steinkaul wurden insgesamt nur 201 Stimmen abgegeben, in der Itterstraße 181. Da dies nicht ausreicht, sollten ab dem Schuljahr 2018/2019 beide Standorte zur GGS werden.

Mehrheit der abgegebenen Stimmen für katholische Schule

Die Mehrheit der wählenden Eltern hatte sich jedoch für katholische Bekenntnisschulen ausgesprochen: 128 Stimmen am Standort am Steinkaul (64 für eine GGS), 100 in der Itterstraße (69 für eine GGS). Allerdings kritisierten viele Eltern, dass das Verfahren zu kurzfristig und zu wenig transparent gewesen sei. Sie beschwerte sich darüber, dass es keine Infoabende gab, an denen sie mehr über Hintergründe und Konsequenzen der Wahl erfahren hätten. Seitens der Verwaltung kamen zudem rechtliche Bedenken auf.

Eltern, deren Kinder aktuell die katholische Grundschule besuchen, hätten sich bewusst dafür entschieden, heißt es in der offiziellen Antwort auf eine Anfrage der Grünen. Eine kurzfristige Änderung der Schulart sei in diesen Fällen eine unbillige Härte. Daher gibt es nun neue Pläne:

Die Grundschule in der Itterstraße bleibt als katholische Schule bestehen. Am Standort Steinkaul hingegen laufen die Klassen der Apollinaris-Schule nach und nach aus; zeitgleich wird eben dort die neue, dreizügige Grundschule eingerichtet, beginnend mit drei ersten Klassen. Hierfür ist ein neues Bestimmungsverfahren vorgesehen. Die Wahl soll nach den Herbstferien stattfinden – mit mehr Vorlaufzeit als beim letzten Mal. In Kürze soll es an beiden Standorten Infoveranstaltungen geben, zu denen die Eltern sowohl der jetzigen Schüler als auch die Eltern der künftigen Schülerschaft eingeladen sind.

duesseldorf.de/schulen/aktuell

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