Was derzeit bei der Rheinbahn passiert, ist abenteuerlich. Als Tochter der Stadt und Großunternehmen sollte von ihr eine klare, einheitliche Außendarstellung erwartet werden können. Doch der interne Streit um die Anwendung der - zugegebenermaßen fragwürdigen - EU-Norm hat ein beispielloses Informations-Chaos ausgelöst.

Fahrgäste sind besorgt, ob sie bald ihre Kinderwagen an Haltestellen die Treppen herauf und herunter tragen müssen. Politiker schlagen Alarm und fordern mehr Hilfspersonal - auch für ältere und bewegungseingeschränkte Fahrgäste. Und das zu Recht. Denn die Garantie der Mobilität aller Kunden durch Barrierefreiheit haben sich Stadt und Rheinbahn ganz klar auf die Fahnen geschrieben.

Verzögerungen beim Bau und der Wartung von Aufzügen an Haltestellen zeigen ein anderes Bild. Der Rheinbahn werden ihre Beförderungsprobleme jetzt vor Augen geführt. Werden diese nun angegangen, könnte sich die EU-Norm EN115 als Anstoß zur rechten Zeit entpuppen.

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