Steigende Zahlen an vielen Schulformen. Die Stadt reagiert mit kurzfristigen Erweiterungen, Klassen sind zum Teil deutlich überbelegt.

Mirko Rohloff (FDP) fordert zwei neue Gymnasien.
Mirko Rohloff (FDP) fordert zwei neue Gymnasien.

Mirko Rohloff (FDP) fordert zwei neue Gymnasien.

Mirko Rohloff (FDP) fordert zwei neue Gymnasien.

Schulamtsleiterin Dagmar Wandt: 13 neue OGS-Gruppen.

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Mirko Rohloff (FDP) fordert zwei neue Gymnasien.

Düsseldorf. Die Anmeldungen an den Schulen sind vorbei, nun hat die Stadt die Zahlen veröffentlicht. Vom erneut gewachsenen Ansturm auf die Gymnasien hat die WZ bereits exklusiv berichtet, nun zeigt sich: Insgesamt haben die weiterführenden Schulen einen massiven Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen. Auch an den Grundschulen ist es eng. Hier der Überblick: 

Grundschulen: Insgesamt haben sich bislang 4929 i-Dötzchen angemeldet. Das ist zwar leicht unter Vorjahresniveau. Allerdings ist der Jahrgang größer als der abgehende vierte, zudem kommen noch Nachzügler und Flüchtlingskinder hinzu. Einzelne Schulen werden deshalb im Sommer einen zusätzlichen Zug aufnehmen, etwa die Carl-Sonnenschein- und die Paulusschule in Düsseltal. Wie das im einzelnen räumlich umgesetzt wird, dazu gab es am Dienstag keine Information.

Probleme bekommen die Grundschulen außerdem beim Offenen Ganztag. Wie die WZ berichtete, werden die Plätze von immer mehr Eltern nachgefragt, einige Schulen wünschen sich zusätzliche Gruppen, doch die Stadt hatte den Ausbau zunächst aus Kostengründen gestoppt. Jetzt gibt es – wie im Vorjahr – doch noch eine kurzfristige Aufstockung. 13 zusätzliche Gruppen sollen zum Sommer eingerichtet werden, was die Stadt auch mit der steigenden Zahl von Flüchtlingskindern begründet. 

Gymnasien: Wie berichtet liegt die Zahl über 2000 (siehe Grafik). An der Spitze steht das Humboldt-Gymnasium mit 241, es liegt diesmal auch vor den beliebten konfessionellen Gymnasien. Humboldt und mehrere andere Gymnasien müssen Kinder ablehnen. Bei einer zweiten Sitzung von Stadt und Rektoren am Montag ist es gelungen, so Wandt, alle Schüler auf die Standorte zu verteilen.

Das hat sich in den vergangenen Jahren auf die Klassengrößen ausgewirkt. Vier Schulen liegen in den fünften Klassen noch über den bestehenden Ausnahmeregelungen: „Geschwister Scholl“, „Poth“, „Annette“ und „Ceci“, letzteres mit teilweise 33 Kindern in einer Klasse. Solche Verhältnisse könnten im Sommer noch zunehmen.

Das Georg-Büchner-Gymnasium in Stockum hat eine Sonderstellung in Düsseldorf. Das Aufbaugymnasium nimmt Schüler mit Mittlerer Reife auf und führt es in drei Jahren zum Abitur. 

Die Schule war schon in den vergangenen Jahren stark angewählt, nun ist die Zahl der Bewerber von 260 im Vorjahr auf 382 gewachsen. Auch bei Realschulabsolventen wird das Abitur immer beliebter.

FDP-Mann Mirko Rohloff forderte deshalb neben dem geplanten jüdischen ein weiteres neues Gymnasium. SPD-Frau Claudia Bednarski widersprach. „Bei den Gesamtschulen ist der Druck viel größer.“

Gesamtschulen: Wie schon in den vergangenen Jahren lehnen die vier Standorte zusammen eine große Zahl von Kindern ab. Die neue Gesamtschule am Hermannplatz hat 92 Anmeldungen und soll 108 Kinder aufnehmen. 39 Prozent der Bewerber hatten eine Empfehlung für die Hauptschule, 29 Prozent für die Realschule. 

Haupt- und Realschulen: Hier sind die Zahlen jeweils recht stabil. Die Adolf-Reichwein-Hauptschule liegt zurzeit noch unter der Mindestgröße von 18. Die Zahl kann aber laut Dagmar Wandt noch erreicht werden, Verschiebungen im Verfahren sind üblich. Allein 58 der 238 angemeldeten Kindern an den Hauptschulen haben einen attestierten Förderbedarf. Die Anmeldungen an den Realschulen sind von 1015 auf 1177 gestiegen. Allen kann ein Platz geboten werden.

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