Einige Ladenlokale sind wieder vermietet. Eiscafé Tina eröffnet eine Filiale und es gibt ab März Wohnaccessoires zu kaufen.

Gerresheim
Giovanna Kraheck glaubt an die Attraktivität der Benderstraße.

Giovanna Kraheck glaubt an die Attraktivität der Benderstraße.

Sergej Lepke

Giovanna Kraheck glaubt an die Attraktivität der Benderstraße.

Düsseldorf. Leerstand an der Benderstraße: Das Ladenlokal der ehemaligen Schlecker-Filiale ist seit Monaten verwaist. Ebenso die Commerzbank. Nach der Fusion mit der Dresdner Bank, die eine Filiale direkt gegenüber hatte, wurde eine Geschäftsstelle geschlossen. Die Videothek hat dichtgemacht, die Kamps-Bäckerei auch.

Ein exklusives Modegeschäft im oberen Teil der Benderstraße hat aufgegeben, einige Häuser weiter steht das Ladenlokal eines Krankenpflegedienstes leer. Das Schmuckgeschäft Artjany ist aus dem weniger belebten Teil der Gerresheimer Einkaufsstraße, weit oben an der Landesklinik, nach unten gezogen. Das Ladenlokal steht seitdem leer.

Während für einige Geschäfte schon seit Monaten vergeblich ein Nachmieter gesucht wird, gibt es auch zwei gute Nachrichten: In die beiden kleinen, nebeneinander liegenden Ladenlokale der Bäckerei zieht das Eiscafé Tina ein.

„Aus den beiden Geschäften wird eins gemacht“, sagt Cornelia Schmalz, die Vorsitzende der Werbegemeinschaft Benderstraße. Das Eiscafé ist den Gerresheimern bereits von seinem Standort am Kölner Tor bekannt. An der Benderstraße soll laut Schmalz mehr Eis auf die Hand verkauft werden.

Die Hausnummer 81 hat Guido Inkmann angemietet. Er schafft dort eine Dependance zu seinem Geschäft an der Schirmerstraße. Ab 1. März können die Gerresheimer bei ihm Wohnaccessoires sowie Damenoberbekleidung, Handtaschen und Gürtel kaufen.

Geschäftsleute wollen erst abwarten, ob die Baustelle kommt

Für die anderen Ladenlokale sieht es momentan eher mau aus. Obwohl die Benderstraße eigentlich eine beliebte Einkaufsstraße ist, die einen guten Branchenmix hat, sagt Sven Schulte von der IHK: „Die Gerresheimer versorgen sich größtenteils vor Ort.“ Warum also ist es so schwer, die Geschäfte an den Mann zu bringen? Vielleicht ist es die drohende Baustelle, vermutet Giovanna Kraheck. Sie ist Vizevorsitzende der Werbegemeinschaft.

„Seit die Baustelle droht, habe ich das Gefühl, dass wir nicht mehr so stark frequentiert werden. Die Kunden suchen sich schon Ausweichmöglichkeiten. Es kann sein, dass sich einige Geschäftsleute aus wirtschaftlichen Gründen nicht trauen, hier einen Laden zu eröffnen, sondern lieber abwarten, ob die Baustelle kommt.“

Die teilweise miserablen Zustände, in denen sich alte Ladenlokale befinden, könnte ebenso Grund sein, fügt Cornelia Schmalz hinzu: „In manchen Geschäften müsste viel gemacht werden. Dafür sind die Mieten zu hoch.“

Kraheck glaubt nach wie vor an den starken Standort Benderstraße. Sie hat die Größe ihres Modegeschäfts Giovanna K. erst vor zwei Jahren verdoppelt und das Geschäft nebenan hinzugenommen. Guido Inkmann glaubt auch, dass es eine gute Entscheidung ist, sich dort anzusiedeln: „Nach den Baustellen darf man nicht gehen. Ganz Düsseldorf ist eine einzige Baustelle.“

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