Zwölf Fußballvereine aus Düsseldorf spielen in der Halle am Kikweg morgen den Stadtmeister aus. Die Oberligisten fehlen.

ELLER
Hallenfußball ist schnell und spektakulär – morgen wird am Kikweg das erste Düsseldorfer Hallenmasters ausgetragen. Archiv

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Wolff

Hallenfußball ist schnell und spektakulär – morgen wird am Kikweg das erste Düsseldorfer Hallenmasters ausgetragen. Archiv

In anderen Städten nimmt die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft einen festen und durchaus bedeutenden Platz im Sportkalender ein. In Düsseldorf wird in diesem Jahr offenbar der zarte Versuch gestartet, Ähnliches zu verankern. Doch das 1. Düsseldorfer Hallenmasters, das morgen in der Halle am Kikweg vom MSV Düsseldorf ausgetragen wird, kann nicht mithalten mit einer Veranstaltung, wie sie in etwa in Mönchengladbach stattfindet. Dort ermitteln über eine Woche lang alle Amateurclubs der Stadt die besten „Budenzauberer“. Am Kikweg hingegen vermisst man morgen die lokalen Größen wie die Oberligisten TuRU, SC West oder DSC 99. Sie hatten kein Interesse an einer Anmeldung. So führen der Gastgeber MSV und der VfL Benrath als einzige Landesligisten das zwölfköpfige Teilnehmerfeld an, in dem die Kreisligisten wie Sparta Bilk, FC Bosporus oder KSC Tesla überwiegen.

Beim abstiegsbedrohten VfL werden neben Torhüter Pascal Pitzer (wechselt zum DSC 99) auch die Routiniers Fred Adomako (SV Wersten 04) und Sven van Beuningen (SSVG Heiligenhaus) schon nicht mehr mit von der Partie sein. Trainer Frank Stoffels dürfte daher schon froh sein, wenn sich morgen auf dem Parkett niemand verletzt, damit er im Anschluss vollständig die Vorbereitung auf eine ganz schwere Rückrunde aufnehmen kann. In der Gruppe B bekommt es der VfL mit dem TV Grafenberg, MSV Hilden und Sparta Bilk zu tun.

Sparta Bilk hat mit Podszus und Sakaschewski aufgerüstet

Letztgenanntes Team will in dieser Saison in die Bezirksliga aufsteigen und rüstete dafür den Kader in der Winterpause noch einmal auf. Mit Ex-Profi Marcel Podszus (43 Jahre) und Mario Sakaschewski (37) zog Trainer Marcel Gans zwei alte Haudegen an Land. Daneben kommt wohl auch Roman Nahimi vom Oberligisten DSC. „Wir mussten die Defensive stärken. Das ist uns hiermit hoffentlich gelungen“, sagt Marcel Gans, der in der Halle morgen auf seine Leistungsträger verzichten wird.

Das erhöht die Chancen für Außenseiter wie den Post SV oder FC Bosporus, die sich in Gruppe 1 mit dem Gastgeber und dem Lohausener SV duellieren. In Gruppe 3 sind der TV Kalkum Wittlaer und die TSV Eller 04 in der Favoritenrolle gegenüber NK Croatia und dem KSC Tesla. Das Eröffnungsspiel beginnt im 10 Uhr. Das Finale soll gegen 16 Uhr angepfiffen werden.

Seine große Zeit erlebte der „Budenzauber“ in den Neunzigern, als die Bundesligisten mit ihren Profis um den Titel beim „Masters“ zockten. Inzwischen sind Turniere in geschlossenen Hallen eher die Sache der Amateur- oder Traditionsmannschaften. Den Titel „Stadtmeister“ gibt es morgen aber trotzdem zu holen. Und allein das dürfte bei allen Teilnehmern für den entsprechenden Ehrgeiz und bei den Zuschauern für gute Unterhaltung sorgen.

© WhatsBroadcast

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