Blick in die alte Papierfabrik. Archivbild.
Blick in die alte Papierfabrik. Archivbild.

Blick in die alte Papierfabrik. Archivbild.

Nikolas Golsch

Blick in die alte Papierfabrik. Archivbild.

Düsseldorf. Schwerer Unfall in der stillgelegten Papierfabrik an der Fringsstraße: Am Samstagabend verschafften sich drei Jugendliche unbefugt Zugang zu den alten Hallen der Fabrik am Hafen. Bei ihrem Aufenthalt stürzte ein 16-Jähriger aus bislang ungeklärter Ursache in dem Gebäude 8 Meter in die Tiefe. Er erlitt mehrere Knochenbrüche.

Die Bergung gestaltete sich für die Rettungskräfte kompliziert: Um Zugang zu dem Verletzten zu erhalten, mussten die Einsatzkräfte mehrere Türen und Tore gewaltsam aufbrechen. In einigen Räumen mussten Lichtquellen aufgebaut werden, um ein sicheres Arbeiten der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen den Schwerverletzten und brachten ihn mit einem Polytrauma in ein Krankenhaus.

Bei der Bergung wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt, als er bei der Sprengung einer Tür von ein Metallteil am Auge getroffen wurde.  

Wieso sich der Jugendliche mit seinen Begleitern auf dem gesperrten Gelände aufhielt, ist nicht bekannt.

Die Alte Papierfabrik stand in den letzten Monaten mehrmals im Fokus der Öffentlichkeit. Im April wurde auf dem Gelände ein 15-jähriges Mädchen erstochen. Der mutmaßliche Täter soll unter Schizophrenie leiden.

Schon seit Jahren üben die alten Hallen eine besondere Anziehungskraft auf Fotografen, Sprayer und Abenteuerlustige aus. Immer wieder brechen vor allem Jugendliche in die alte Papierfabrik ein. Im Frühsommer soll damit Schluss sein.  Dann sollen die Abrissarbeiten beginnen. Ein Entwurf für eine Neubebauung liegt bereits vor: Zur Wasserseite hin sollen Büros entstehen, zum Hafen hin soll Raum für Logistik-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

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