Die Musiker unterstützen das Abschiedsspiel für Daniel Kreutzer am 17. Februar in Düsseldorf mit einem Hemd in ihrem Design.

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Campino im Hosen-Trikot für die DEG.

Campino im Hosen-Trikot für die DEG.

Daniel Kreutzer nimmt im Hosen-Trikot Abschied.

Bastian Bochinski, Bild 1 von 2

Campino im Hosen-Trikot für die DEG.

Düsseldorf. Am 17. Februar wird eine Geschichte fortgesetzt, die vor gut 50 Jahren begann. Damals lebte die Familie des noch sehr jungen Andreas Frege, heute bekannt als Campino und Sänger der Toten Hosen, an der Brehmstraße. Von der Fensterbank der Wohnung im fünften Stock konnten der kleine Andreas und seine Geschwister eine Hälfte der Eisfläche im Stadion erkennen. Anhand des Jubels und dessen, was sie sehen konnten, versuchten sie zu ermitteln, wie es gerade für die DEG steht.

Die Leidenschaft für Eishockey und das Düsseldorfer Team ist bis heute ungebrochen, das zeigt sich spätestens wieder am 17. Februar. Dann werden im alten Eisstadion an der Brehmstraße zahlreiche Legenden wie Uli Hiemer, Peter Lee oder Chris Valentine auflaufen, um das Abschiedsspiel für Daniel Kreutzer zu bestreiten. Beim Aufwärmen tragen die Akteure dann ein weißes oder schwarzes Trikot mit einem roten Stern und dem Totenkopf-Logo der Hosen. Es war den Musikern ein besonderes Bedürfnis, das Engagement Kreutzers für den Sport und die Stadt so zu würdigen. Die 40 Hemden werden anschließend im Internet für die Bürgerstiftung Düsseldorf versteigert.

Besondere Trikots aus besonderen Spielen genießen bei Eishockey-Fans einen hohen Stellenwert und wechseln oft für drei- oder sogar vierstellige Summen den Eigentümer.
An der Brehmstraße hat Campino nach eigenen Angaben seine Gesangsausbildung erhalten. Als er mit dem heutigen Bandkollegen Breiti das Humboldt-Gymnasium besuchte, gingen die beiden regelmäßig zur DEG, die Brehmstraße war damals der Eishockey-Tempel schlechthin.

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(Daniel Kreutzer nimmt im Hosen-Trikot Abschied. Foto: Anke Hesse)

Noch tiefer wurde die Beziehung 1996, als die Hosen ein Spiel gegen die Musiker der Leningrad Cowboys austrugen. Sechs Wochen lebten sie wie die Profis, ernährten sich wie die Profis und erhielten viel Tipps von den Männern, die nun als Legenden aufs Eis zurückkehren. Die anschließende Meisterschaft der DEG durfte die Band sogar in der Kabine mitfeiern.

Ende 2011 wurde bekannt, dass die DEG in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Die Hosen erklärten sich umgehend bereit zu helfen. Sie entwarfen ein gelbes Trikot mit ihrem Totenkopf, das mehrere tausend Mal verkauft wurde. Außerdem traten sie als erste Mitglieder dem „DEG-Club 2012“ bei, viele weitere Unterstützer folgten und retten die DEG. Auf dem damaligen Trikot stand der Titel eines Hosen-Songs, der die Beziehung zwischen Musikern und ihrem Eishockey-Team am besten beschreibt: „Alles aus Liebe“.

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