FDP bringt Jugendschutz in den Ordnungsausschuss.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Wir müssen härter durchgreifen.“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Wir müssen härter durchgreifen.“

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Wir müssen härter durchgreifen.“

Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Wir müssen härter durchgreifen.“

Düsseldorf. Viel diskutiert wurde nach dem WZ-Bericht "Komasaufen - kein Problem!" über die Gerresheimer Schüler, die den Jugendschutz getestet haben. Ohne Probleme kamen die 13- bis 15-Jährigen in Kiosken, Supermärkten und Tankstellen sogar an harten Alkohol.

"Das haut mich von den Socken", sagt die Vorsitzende des Kinderschutzbundes Diana Goldermann-Wolf. "Wo doch gerade der Berliner Fall von dem Jungen, der sich zu Tode getrunken hat, in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Das muss doch im Bewusstsein der Händler sein."

Martin Volkenrath (SPD) hält die Testergebnisse der Kinder "gesellschaftspolitisch für einen Skandal". Er ist der Meinung, dass härter durchgegriffen werden muss. "Das geht nur mit einem engeren Kontrollnetz." Um die schwarzen Schafe auszumachen, kann es laut Volkenrath nicht schaden, Lockvögel einzusetzen. "Wenn das pädagogisch begleitet wird, wie im Fall des Gymnasiums, ist das eine konstruktive Sache."

Die erste Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die auch Mitglied im Jugendhilfeausschuss ist, hofft, dass die Jugendschutz-Missachtung, welche die Kinder aufgedeckt haben, Konsequenzen hat. "Ich hoffe, die Eltern finden den Mut, die Händler anzuzeigen." Aber auch damit will sie sich nicht zufrieden geben. "Wir werden als FDP im nächsten Ordnungs- und Verkehrsausschuss einen Antrag stellen, dass künftig härter durchgegriffen wird."

Empörung zeigen auch die Grünen. "Alkoholverkauf an Jugendliche ist keine Bagatelle. Der Testkauf zeigt: Die Aufklärungskampagne des Ordnungsamtes wirkt kaum. Wir sind leider nicht so gut, wie es die Verwaltung im Rat gerne darstellt", sagt Clara Deilmann. Auch Sylvia Pantel (CDU) ist mit dem Ist-Zustand nicht zufrieden. "Wir müssen nach Möglichkeiten suchen, wie wir die Kontrollen verschärfen können. Am besten mit Unterstützung der Eltern."

Waltraud Loose vom Einzelhandelsverband sieht ebenfalls Handlungsbedarf. "Wir werden auf unserer nächsten Sitzung das Thema angehen."

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