Bei der Nacht der offenen Kirche konnten die Besucher sieben Innenstadt-Gotteshäuser anders erleben.

Wandel und Veränderung gleichzeitig versprachen die Macher einer Tunnelinstallation den Besuchern der Kreuzherrenkirche.
Wandel und Veränderung gleichzeitig versprachen die Macher einer Tunnelinstallation den Besuchern der Kreuzherrenkirche.

Wandel und Veränderung gleichzeitig versprachen die Macher einer Tunnelinstallation den Besuchern der Kreuzherrenkirche.

Bernd Nanninga

Wandel und Veränderung gleichzeitig versprachen die Macher einer Tunnelinstallation den Besuchern der Kreuzherrenkirche.

Düsseldorf. So dürften viele Besucher der "Nacht der offenen Kirche" die Altstadtgotteshäuser vermutlich zum ersten Mal gesehen haben.

Ob sie nun auf dem Weg in die Schatzkammer aus dem Turmfenster von St. Lambertus heraus einen Blick auf die nächtliche Stadt warfen, am Sarkopharg von Jan Wellem in der Andreaskirche innehielten oder zu Synthesizer-Klängen in der Bergerkirche einfach mal abschalteten: Die sieben Altstadtkirchen und das katholische Maxhaus zeigten ungewöhnliche Einblicke hinter dicke Kirchenmauern.

Wandel und Veränderung gleichzeitig versprachen die Macher einer Tunnelinstallation den Besuchern der Kreuzherrenkirche. Dafür musste man nur einen gut 15 Meter langen Tunnel durchqueren. Das Licht am Ende des Tunnels spendete ein Videoprojektor, der unterschiedliche Entwicklungsstadien von Insekten zeigte. Feststellungen der Besucher von "Das ist die Wandlung zum Licht, ganz klar", bis hin zu: "Ich habe gar nichts gemerkt", machten die Runde.

Viele nutzten die Meditationsmatten aus Schafsfell, um das Rätselraten weiter zu betreiben. Aufklärung kam von Esther Tschuschke (33) und Stephanie Müller (28) von der katholischen Jugendorganisation "die botschaft." "Der Tunnel lenkt den Blick auf das Tabernakel, in dem Brot und Wein aufbewahrt werden", sagte Stefanie Müller. "Theologisch gesehen ist die Eucharistie, also die Wandlung von Brot und Wein, der Mittelpunkt der katholischen Kirche", ergänzte Esther Tschuschke.

Selbst Ur-Düsseldorfer sahen einige der Kirchen zum ersten Mal

Uwe Schulz aus Hassels ist evangelisch, deshalb war es für ihn besonders schwer, hinter des Rätsels Lösung zu kommen. "Bei den Protestanten gibt es die Wandlung nicht", erklärte er. Umso mehr freute er sich über den unverstellten Blick auf die Architektur des Kirchenschiffs. "Ich war noch nie in dieser Kirche, obwohl ich Ur-Düsseldorfer bin." Im nächsten Jahr wollen er und seine Frau Antonia wieder zur Nacht der offenen Kirche kommen. Vielleicht ist die eigentliche Wandlung ja, dass die Kirchen so wieder mehr in das Bewusstsein der Stadt rücken.

Beteiligt haben sich bei der siebten Nacht der Kirchen: St. Andreas, Bergerkirche, Johanneskirche, Kreuzherrenkirche, St. Lambertus, St. Maximilian, die Neanderkirche und das Maxhaus.

Wissenswertes über die Kirchen im Netz, Link siehe unten.

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