Die Streichung zahlreicher Air Berlin-Flüge hat am Dienstagmorgen für Behinderungen an den NRW-Flughäfen gesorgt. In Düsseldorf fielen 58 Air-Berlin-Flüge aus.

Die Schlange vor dem Air-Berlin-Schalter war mehr als 30 Meter lang.
Die Schlange vor dem Air-Berlin-Schalter war mehr als 30 Meter lang.

Die Schlange vor dem Air-Berlin-Schalter war mehr als 30 Meter lang.

Schlechte Zeiten für Air-Berlin-Reisende: Die insolvente Airline hat viele Flüge annulliert. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Ellen Schröder, Bild 1 von 2

Die Schlange vor dem Air-Berlin-Schalter war mehr als 30 Meter lang.

Düsseldorf. Die Annullierung zahlreicher Air Berlin-Flüge hat am Dienstagmorgen für Behinderungen an den NRW-Flughäfen gesorgt. In Düsseldorf bildete sich vor dem Air Berlin-Schalter nach Augenzeugenberichten eine etwa 30 Meter lange Schlange. Fluggäste versuchten umzubuchen, nachdem ihre Maschinen gestrichen worden waren. Nach Angaben eines Flughafensprechers fielen insgesamt 58 Air-Berlin-Flüge unter anderem zu Karibik-Zielen, aber auch auf der Nahstrecke nach Berlin, München und Zürich aus.

Am Airport Köln/Bonn waren laut Flughafen 22 Flüge betroffen, davon 13 Air-Berlin- und 9 Eurowings-Flüge. Die Fluglinie Eurowings setzt gemietete Air-Berlin-Maschinen und Crews ein.

Grund für die Flugabsagen seien «außergewöhnlich viele Krankmeldungen im Cockpit», sagte ein Air-Berlin-Unternehmenssprecher. Die Airline bat Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen. Reisenden, die von Streichungen betroffen seien, solle die «bestmögliche Reisealternative» angeboten werden.

Berichte über "Piloten-Revolte"

Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor über eine «Piloten-Revolte» berichtet. Grund dafür soll dem Bericht zufolge eine Auseinandersetzung über den Übergang von Piloten der insolventen Airline auf den potenziellen neuen Käufer sein.

Erst am Montag hatte Air Berlin bekanntgegeben, ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf zum 24. September einzustellen. Flüge auf die Niederländischen Antillen, nach Cancún in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik entfielen damit. Hintergrund sei die im Insolvenzverfahren nötige Reduzierung der Langstreckenflotte.

Die verlustreiche Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem ihre arabische Großaktionärin Etihad die Zahlungen an die Berliner eingestellt hatte. Noch bis zum 15. September können Kaufangebote für die Fluggesellschaft abgegeben werden. dpa

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