Düsseldorf. Ein 26-jähriger Fußball-Fan aus Erkrath ist gestern wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Der in Hilden geborene Mann hatte während eines Fortuna-Spiels gegen Dynamo Dresden in der Düsseldorfer LTU-Arena einen Chinaböller gezündet und ihn vom Oberrang geworfen. Der Mann zeigte sich vor Gericht geständig: "Ich wollte niemanden verletzten - und zum Glück ist ja auch niemandem etwas passiert", sagte er gleich zu Beginn der Verhandlung.

Zeugen, die das Spiel am 2. Mai 2009 vom Oberrang aus verfolgt hatten, sagten aus, der Mann habe sich in der zweiten Halbzeit neben sie gesetzt. Er sei angetrunken gewesen und hätte mit Bier herumgespritzt. "Dann sah ich etwas fliegen und hörte einen lauten Knall", schilderte Zeugin Melanie J.

Ihr Ehemann erkannte den 26-Jährigen sofort als den Werfer wieder. "Er und sein Kumpel wollten weglaufen, ich habe sie festgehalten und einen Ordner gerufen." Der Erkrather ist wegen Sachbeschädigung und vorsätzlicher Körperverletzung vorbestraft. "Sie haben in Kauf genommen, dass Menschen verletzt werden", sagte der Richter nach der Urteilsverkündung. "Wäre jemand verletzt worden, dann wäre die Sache anders für sie ausgegangen."

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