Der inhaftierte Kunstberater Helge Achenbach handelte nicht nur mit Bildern. Er verkaufte dem milliardenschweren Aldi-Erben Berthold Albrecht auch Oldtimer. Dass auch das nicht mit rechten Dingen zugegangen sein soll, bestritt er.

Kunstberater Helge Achenbach (l) im Essener Landgericht. Foto: Roland Weihrauch
Kunstberater Helge Achenbach (l) im Essener Landgericht. Foto: Roland Weihrauch

Kunstberater Helge Achenbach (l) im Essener Landgericht. Foto: Roland Weihrauch

dpa

Kunstberater Helge Achenbach (l) im Essener Landgericht. Foto: Roland Weihrauch

Essen/Düsseldorf (dpa). Der angeklagte Kunstberater Helge Achenbach hat dem 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht mehr Oldtimer verkauft als bisher bekannt. Sieben alte Fahrzeuge, zumeist Mercedes, ließ Albrecht von Achenbach bei einem süddeutschen Restaurationsbetrieb kaufen. «Das waren die Leckerbissen der damaligen Zeit», sagte der 66-jährige Leiter des Betriebes als Zeuge am Donnerstag in dem Betrugsprozess gegen Achenbach am Essener Landgericht. «Für mich war er ein fairer Geschäftspartner.»

Die sieben Oldtimer sind nicht Gegenstand der Anklage. Diese wirft dem 62-jährigen Achenbach vor, den Milliardär bei 14 Kunstverkäufen und neun Oldtimergeschäften um rund 23 Millionen Euro betrogen zu haben. Achenbach hatte zugegeben, beim Verkauf von Kunst unberechtigte Aufschläge vorgenommen und Rechnungen manipuliert zu haben. Bei den Oldtimer-Verkäufen habe er Albrecht nicht getäuscht.

Dass es Preisaufschläge gab, sei Albrecht bekannt gewesen. Ein weiterer Oldtimer-Experte, mit dem Achenbach eine Gesellschaft gegründet hatte, sagte, Achenbach habe mit den Aufschlägen unter anderem mögliche Kosten einer Rücknahmegarantie abdecken wollen. Achenbach habe ihm gesagt, dass er das mit Albrecht besprochen habe.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer