Justitia
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Daniel Reinhardt

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Düsseldorf. 500 Euro wollte ein Geschäftsmann in einem Bordell an der Rethelstraße ausgeben. Doch dann wurden 8700 Euro von seinem Konto abgebucht. Eine 24-jährige Prostituierte soll dem Mann die Kreditkarte aus der Jacke genommen haben, als er sich durch den Konsum von Alkohol und vermutlich Kokain im Zustand der „Willenlosigkeit“ befand. Am Dienstag musste sich die Frau wegen Beihilfe zur schweren räuberischen Beziehung vor dem Amtsgericht verantworten.

Wie der 54-Jährige erklärte, habe er eigentlich gar keine Anzeige erstatten wollen, weil er damals in einer „frischen Beziehung“ war. Doch dann habe er durch die Medien von dem Rotlicht-Skandal um die Rethelstraße erfahren. Da der Geschäftsmann damit rechnete, dass die Polizei irgendwann bei ihm auftauchen würde, wandte er sich an die Behörden.

Gegen 1 Uhr nachts war der 54-Jährige in dem Bordell aufgetaucht. Auf einem Zimmer sei ihm ein vermutlich mit Kokain versetztes Getränk verabreicht worden, bis er nicht mehr zurechnungsfähig war. Ohne entsprechende Gegenleistung seien dann die Gutschriften abgebucht worden.

Die Angeklagte, die damals noch Heranwachsende war, kam mit einer milden Strafe davon. Sie muss 90 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und wurde verwarnt. Da sie schwanger ist, muss sie außerdem an einem Kursus für junge Mütter teilnehmen. si

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