Uerige
Das Uerige-Zelt auf der Kirmes.

Das Uerige-Zelt auf der Kirmes.

Foto: Archiv

Das Uerige-Zelt auf der Kirmes.

Düsseldorf. Die größte Kirmes am Rhein in Düsseldorf verliert eine weitere Attraktivität: Nach der Absage des Füchschen-Zeltes hat am Montag  auch Uerige-Baas Michael Schnitzler bekanntgegeben, dieses Jahr kein eigenes Zelt auf dem Rummelplatz auf den Oberkasseler Rheinwiesen aufzustellen.

Hauptgründe seien das hohe Maß an Planungsunsicherheit und die nicht mehr überschaubaren Risiken für den Betrieb eines Kirmeszelts. Schnitzler: „Wir haben mit Sicherheitsexperten mehrere Modelle durchgespielt. Am Ende sahen wir keinen Weg, der die gewünschte umfassende Sicherheit garantiert und gleichzeitig das fröhliche Kirmeserleben zulässt, wie wir es in Düsseldorf lieben.“

Die Zelte der beiden Hausbrauereien waren als Party-Hochburgen Publikumsmagnete. Nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg wird nun streng kontrolliert, ob sich nur die erlaubten zwei Personen pro Quadratmeter im Zelt befinden. Die Zeltbetreiber müssen dies selbst mit zusätzlichem Security-Personal sicherstellen. Die Zusatzkosten sind fünfstellig.

Schnitzler wie König fürchten Szenarien nachdrängender Kirmesbesucher, die nur durch eine Kette von Security-Kräften davon angehalten werden können, in das Zelt zu gelangen. König: "Das ist dann nicht mehr meine Kirmes."

Die Sebastianus-Schützen als Kirmesveranstalter bedauern den Rückzug. "Das ist ein Imageverlust", so Schützenchef Lothar Inden. Er könne den Wirten aber keinen Vorwurf machen, denn so kurz vor Start des Volksfestes am 15. Juli könne man nicht erwarten, dass sie ein neues Konzept für ihre Zelte in der Schublade hätten.

Die Schützen selbst müssen 50 Sicherheitsleute beschäftigen, um die Zuschauerströme auf dem Festplatz zu lenken. Hinzu kommt der Aufbau einer neuen Lautspecheranlage sowie einer Notbeleuchtung, damit der Kirmesplatz im Fall der Fälle schnell und sicher geräumt werden kann.

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