Ein erstes Teilstück der Brücke in Richtung Rheinalleetunnel wurde abgerissen.

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Mit Baggern wird das stillgelegte Brückenteil am Heerdter Dreieck abgerissen.

Mit Baggern wird das stillgelegte Brückenteil am Heerdter Dreieck abgerissen.

Stefan Arend

Mit Baggern wird das stillgelegte Brückenteil am Heerdter Dreieck abgerissen.

Düsseldorf. Über 40 Jahre hatte Düsseldorf eine Brücke, die ins Niemandsland führte. Am Wochenende rückten nun die Bagger an und bereiteten der Fehlplanung ein Ende. Als Ende der 1960er-Jahre die Brücken am Heerdter Dreieck gebaut wurden, entschieden sich die Planer, den Verkehr zum Rheinalleetunnel über zwei Wege laufen zu lassen.

Von der Brüsseler Straße zweigten zwei wenige hundert Meter auseinander liegende Abfahrten ab, deren Rampen sich über der Pariser Straße zu einer Brücke vereinigten. Schnell merkten die Verantwortlichen, dass die Brückenteile falsch konstruiert und dem Schwerlastverkehr nicht gewachsen waren. Der südliche Teil der Brücke wurde mit Stahlträgern unterstützt, die nördliche Rampe stillgelegt.

Acht Arbeiter waren einen halben Tag schneller als geplant

Bisher störte die stillgelegte Zufahrt zum Rheinalleetunnel nicht, jetzt soll der Platz mitten im Heerdter Dreieck für das neue Vodafone-Parkhaus genutzt werden. In einem ersten Schritt hat das Amt für Verkehrsmanagement am Wochenende die stillgelegte Rampe abreißen lassen. Mit Seilsägen wurde das 80Meter lange Teilstück am Freitagabend abgeschnitten und im Laufe des Samstags mit Baggern abgetragen.

Acht Mitarbeiter einer Abrissfirma waren bei dem 300 000 Euro teuren Abriss im Einsatz und erledigten ihre Aufgabe in Rekordzeit: "Wir sind zwölf Stunden eher fertig geworden als geplant", freute sich Projektleiterin Sonja Rode vom Amt für Verkehrsmanagement. Schon am Sonntagmorgen deutete nur noch ein 500 Kubikmeter großer Schuttberg auf die ehemalige Brücke hin.

Mehrere Anwohner verschafften sich staunend einen Überblick: "Als Kind bin ich vor der Einweihung über die Brücke spaziert, es ist schade, dass dieser Teil nie richtig genutzt wurde", sagte Manfred Goertz, der in der Maasstraße wohnt. Vom Abriss wurden die Anwohner anscheinend nicht gestört.: "Die lärmintensivsten Arbeiten haben wir tagsüber gemacht, wir hatten keine Beschwerden", teilte Andrea Blome, Leiterin des Amts für Verkehrsmanagement, mit. "Nachts hörte man ab und zu ein Stampfen, aber es war auszuhalten", bestätigte Anwohnerin Christel Mülders diesen Eindruck.

Die Brückenarbeiten am Heerdter Dreieck kosten bis 2012 6,6 Millionen Euro. Kostenträger ist der Landesbetrieb Straßen NRW, danach geht die neue Brücke in die Baulast der Stadt über.

Bis 2012 wird jetzt eine neue Brücke Richtung Rheinalleetunnel gebaut, danach die alte Brücke abgerissen.

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