Die in Düsseldorf gestartete Maschine mit acht abgeschobenen Afghanen ist gestern in Kabul gelandet. Die acht Männer an Bord seien ausschließlich rechtskräftig verurteilte Straftäter, wie die NRW-Landesregierung und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) erklärten. Aus NRW seien vier Männer abgeschoben worden, die schwere Straftaten begangen hätten, darunter schweren sexuellen Missbrauch von Kindern oder räuberischen Diebstahl. Vorerst würden nur Gefährder und Straftäter nach Afghanistan abgeschoben, erklärte das NRW-Flüchtlingsministerium in Düsseldorf.

Drei der acht Häftlinge wurden vom Land Bayern abgeschoben, wie Herrmann berichtete. „Zwei sind wegen Vergewaltigung verurteilt worden, einer wegen gefährlicher Körperverletzung.“

Herrmann kritisierte Organisationen wie Pro Asyl, die selbst Abschiebungen Schwerkrimineller verhindern wollten. „Dafür habe ich null Verständnis. Jemand, der vermeintlich Schutz vor Verfolgung und Krieg bei uns sucht und dann so eine schändliche Tat wie eine Vergewaltigung begeht, hat bei uns nichts zu suchen.“

Am Düsseldorfer Flughafen hatten Menschenrechtsaktivisten gegen die Abschiebung demonstriert. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 180 Demonstranten an der Aktion.

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