Emirates bekommt einen Doppelstock-Fluggaststeig.

Flughafen
Der Airbus A 380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Emirates fliegt damit u.a. sein großes Drehkreuz in Dubai an.

Der Airbus A 380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Emirates fliegt damit u.a. sein großes Drehkreuz in Dubai an.

dpa

Der Airbus A 380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Emirates fliegt damit u.a. sein großes Drehkreuz in Dubai an.

Düsseldorf. Schon 2010 kündigte Flughafen-Chef Christoph Blume an, dass Emirates Airlines „in vier oder fünf Jahren“ den Großjet A 380 wohl auch am Rhein einsetzen wolle. Jetzt konkretisieren sich die Pläne. „Wir können die Infrastruktur dafür ab 2015 bereitstellen“, sagt Flughafen-Sprecher Thomas Kötter.

Beim Besuch von OB Dirk Elbers, Flughafenchef Christoph Blume und Messechef Werner Dornscheidt in Dubai signalisierte Emirates am Mittwoch, dass man sich „sehr gut vorstellen“ könne, Düsseldorf mit dem A 380 zu bedienen. Das endgültige Ja steht aus.

Hintergrund: Die Araber haben 2010 90 Jets der Extra-Größe bestellt. Dass sie als Massentransportmittel flächendeckend eingesetzt werden sollen, liegt auf der Hand. „Wenn Manchester bedient wird“, sagte Blume damals, „warum nicht auch Düsseldorf?“ Mittlerweile fliegt Emirates sogar vom viel kleineren Hamburger Flughafen mit dem A 380.

Er transportiert 517 Menschen und verbraucht pro Sitz bis zu 20 Prozent weniger Kerosin als seine direkten Konkurrenten. Aktuell setzt Emirates zweimal täglich eine Boeing 777 (maximal 442 Passagiere) ab Düsseldorf ein. Mit dem A 380 kann man sich vielleicht auch mal einen der Flüge sparen.

Landebahn muss für den großen Jet nicht verlängert werden

Der Aufwand des Flughafens für den dicken Flieger wäre vergleichsweise gering: Die Landebahn müsste nicht ausgebaut, einzig ein Rollweg von 80 auf 101 Meter ummarkiert werden. Dubai und sogar die Westküste der USA (Los Angeles) könnten von Düsseldorf aus voll beladen angesteuert werden.

Drei Millionen Euro sind für einen doppelstöckigen Fluggaststeig eingeplant. Die Daten des Jets (Spannbreite 80 Meter, Leitwerk 24 Meter hoch, Gewicht 560 Tonnen) bedeuten zudem höhere Enteisungsgeräte und Hubwagen (fürs Catering) sowie einen stärkeren Schlepper mit 1200 PS. Die Kosten tragen teils die Dienstleister des Flughafens.

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