36-Jähriger hatte Verwaltungschef des Amtsgerichts als „Verbrecher“ beschimpft.

Düsseldorf. Ganz tief in die Kiste der verbotenen Worte griff ein 36-jähriger Schwabe, der einen Gerichtstermin in Düsseldorf hatte. Er beschimpfte nicht nur die Mitarbeiter der Telefonzentrale aufs Übelste, auch den Verwaltungschef des Amtsgerichtes nannte er „Verbrecher“ und „Rechtsbeuger“. Die Gelegenheit, sich zu entschuldigen, verpasste der Mann jetzt zum zweiten Mal und erschien nicht zum Prozess. Nun muss er den Strafbefehl über 7200 Euro wegen Beleidigung zahlen.

Der Mann wollte einen Termin für einen Zivilprozess verlegen lassen. Als sich die Mitarbeiterin der Telefonzentrale weigerte, ihn mit dem zuständigen Richter zu verbinden, rastete der 36-Jährige aus. Eine Woche später rief er allerdings wieder an und hatte sich inzwischen verschiedene Durchwahlen des Amtsgerichtes besorgt. Innerhalb von einer Dreiviertelstunde klingelte es 21 Mal. Justizangestellte mussten sich als „Telefon-Hure“ beschimpfen lassen. Außerdem drohte der Schwabe damit: „Ich komme vorbei und haue euch auf die Fresse.“

Es war nicht der erste verbale Ausrutscher des Angeklagten, er ist bereits einschlägig vorbestraft. Darum fiel der Strafbefehl wegen Beleidigung mit 7200 Euro recht hoch aus. Dagegen hatte der Mann Einspruch eingelegt.

Der sollte bereits im August verhandelt werden. Da war der 36-Jährige nicht erschienen und hatte stattdessen einen Befangenheitsantrag gegen den Richter gestellt. Da er jetzt erneut fehlte, ist die Geldstrafe nun endgültig fällig.

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