Wegen des Kö-Bogens wird der Linienweg ab Anfang März geändert, auch die 706 wird umgeleitet.

Düsseldorf. Erst vor kurzem hat die Stadt mehr Transparenz beim Groß-Projekt Kö-Bogen versprochen hat. Anlass war der Ärger um die kurzfristig umgeplante Interimsstraße und einige gefällte Bäume im Hofgarten. Noch scheint sich die neue Marschroute nicht herumgesprochen zu haben - in Kürze wird die Verwaltung mit weiteren Plänen überraschen, die bisher nicht mal die Politiker kennen: Nach WZ-Infos sollen Anfang März die Linienwege der Straßenbahn-Linien 706 und 715 wegen der Kö-Bogen-Baustelle geändert werden - mindestens bis Oktober. Denn wenn das Baufeld eingerichtet ist, wird es den Abzweig vom Jan-Wellem-Platz zur Kaiserstraße vorerst nicht mehr geben. Die 706 soll über Schadow- und Jacobistraße, die 715 von der Altstadt-Trasse auf die Berliner Allee umgeleitet werden.

Auch die 706 muss irgendwann aus der Altstadt verschwinden

Vor allem Letzteres dürfte für Unmut sorgen. Bereits vor zwei Jahren sollte der Linienweg so geändert werden - um eine Entlastung auf der Kasernenstraße zu erreichen, wo es wegen der Wehrhahn-Linie sehr eng zugeht. Nach Protesten von Stadtteilpolitiker verzichtete die Stadt darauf. Hintergrund: Viele Viertel würden ihre Direktverbindung an die Altstadt verlieren.

Offiziell sollen die Änderungen im Verkehrsausschuss am 24. Februar vorgestellt werden, also kurz vor knapp. "Dass wir damit nicht vorher beschäftigt werden, ist eine Mischung aus Skandal und Treppenwitz", wettert Martin Volkenrath (SPD). Er fürchtet, dass es für die 715 kein Zurück in die Altstadt geben wird. Denn klar ist: Wenn die Wehrhahn-Linie 2014 fertig ist, verschwinden in der Altstadt dauerhaft die Gleise, auch die 706 muss dann weichen. Volkenrath: "Darüber müssen wir dringend reden."

Andreas Hartnigk (CDU) wiederum kann die Aufregung nicht verstehen: Er verspricht: "Die Altstadt bleibt auf jeden Fall gut erreichbar."

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