Nach dem dicken Verlust im Jahr 2008, ging es im vergangenen Jahr steil bergauf. Auch die Zahl der Girokonten stieg trotz der Gebühren an.

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2009 war ein gutes Jahr für die Stadtsparkasse: die Zentrale an der Berliner Allee weist einen vorläufigen Gewinn von 50,2 Millionen Euro aus.

2009 war ein gutes Jahr für die Stadtsparkasse: die Zentrale an der Berliner Allee weist einen vorläufigen Gewinn von 50,2 Millionen Euro aus.

2009 war ein gutes Jahr für die Stadtsparkasse: die Zentrale an der Berliner Allee weist einen vorläufigen Gewinn von 50,2 Millionen Euro aus.

Düsseldorf. Die Stadtsparkasse Düsseldorf hat im Jahr 2009 die große Wende aus der Verlust- in die Gewinnzone geschafft. Nach dem dicken Minus von 42,6 Millionen Euro 2008, kann das Kreditinstitut für das vergangene Jahr ein Plus von 50,2 Millionen ausweisen - ein "Ergebnis-Swing" von fast 93 Millionen Euro. Entsprechend gut gelaunt präsentierte Peter Fröhlich, seit zwei Jahren Vorstandsvorsitzender an der Berliner Allee, bei der Bilanzpressekonferenz die Zahlen: "Gerade vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage ist das ein erfreuliches Ergebnis." Zu lauterem Jubel ließ sich Fröhlich nicht hinreißen, vielleicht, weil die Gewinne 2006 (57 Mio.) und 2007 (67 Millionen Euro) noch deutlich üppiger geflossen waren, obschon unter viel besseren konjunkturellen Vorzeichen.

Der Zinsüberschuss bleibt die wichtigste Ertragsquelle

Auf jeden Fall habe die 2009 aufgelegte Strategie "Nachhaltigkeit 2013" der Stadtsparkasse gegriffen, betont Fröhlich: "Wir haben die Aktienrisiken in Eigenanlagen reduziert und ebenso unsere Kreditrisiken gemindert, indem wir uns wieder mehr auf unsere Kunden in der Region konzentriert haben." Die Stadtsparkasse besinnt sich also wieder stärker auf ihre Wurzeln und dreht nicht mehr das große Banken-Rad. Hinzu kamen Einsparungen bei den Sachkosten von fünf Millionen Euro (sechs Prozent). Die wichtigste Ertragsquelle ist und bleibt der Zinsüberschuss, der 2009 um 47 Millionen Euro (oder 23 Prozent) auf 253 Millionen Euro hochschnellte. Beim Blick auf die Konditionen der Stadtsparkasse (wie anderer Banken auch) verwundert das nicht: Während man der Kundschaft für Einlagen nur magere Zinsen zwischen 0,5 und einem Prozent gutschreibt, verlangt man für den "Dispo" effektiv 12,8 Prozent, bei weiteren Überziehungen werden gar satte 18,7 Prozent Schuldzinsen fällig. "Damit befinden wir uns auf Marktniveau", kommentiert Privatkunden-Vorstand Andreas Großmann die eklatante Zinsspanne. Gleichwohl steigen die Kundeneinlagen um 3,3 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro an. Und: Trotz nach wie vor bestehender Kontoführungsgebühren konnte der Bestand der privaten Girokonten um 4.000 auf rund 250.000 Stück erhöht werden.

Die durchschnittliche Bilanzsumme der Stadtsparkasse sank im Jahre 2009 um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,3 Milliarden Euro. 2007 hatte sie noch bei 13,3 Milliarden Euro gelegen. Ursache für den bewusst gesteuerten Rückgang ist in erster Linie das zurückgefahrene Interbankengeschäft.

Auch ihren Kreditbestand weitete die Stadtsparkasse um ein Prozent auf rund 7,5 Milliarden Euro aus. Gut lief dabei das Privatkunden-, schlecht das Firmenkundengeschäft: Da gingen Zahl und Höhe der Investitionskredite in Folge der Wirtschaftskrise deutlich zurück. Für das laufende Jahr ist die Stadtsparkasse optimistisch, obwohl Fröhlich keinen durchschlagenden Aufschwung sieht und mit steigenden Firmeninsolvenzen und höherer Arbeitslosigkeit rechnet: "Aber die Nachfrage nach Wertpapieren sollte steigen, ebenso unser Zinsüberschuss. Insofern erwarten wir am Jahresende einen höheren Gewinn als 2009."

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