Rat beschließt am 19. Oktober weitere Maßnahmen. Die Fassade muss erneuert werden. Ende 2019 soll alles fertig sein.

Rat beschließt am 19. Oktober weitere Maßnahmen. Die Fassade muss erneuert werden. Ende 2019 soll alles fertig sein.
Die Fassade des Schauspielhauses muss komplett erneuert werden. Die Sanierung wird wohl knapp 50 Millionen Euro kosten.

Die Fassade des Schauspielhauses muss komplett erneuert werden. Die Sanierung wird wohl knapp 50 Millionen Euro kosten.

dpa

Die Fassade des Schauspielhauses muss komplett erneuert werden. Die Sanierung wird wohl knapp 50 Millionen Euro kosten.

Düsseldorf. Der Plan steht: Die Sanierung des Schauspielhauses kostet insgesamt knapp 50 Millionen Euro. Ende 2019 sollen alle Arbeiten am Gustaf-Gründgens-Platz abgeschlossen sein. Zuletzt war noch unklar, in welchem Ausmaß das Dach und die Fassade bei der Gesamtrechnung ins Gewicht schlagen. In einer Vorlage für den heutigen Bauausschuss heißt es nun, dass die Fassade komplett abgenommen, entsorgt und erneuert werden müsse. 15 Millionen Euro wird diese Maßnahme wohl kosten. Der Posten kommt nicht überraschend: Ende 2016 hatte der Rat beauftragt, den Aufwand für die Fassadenerneuerung zu prüfen. Schon damals rechnete man mit einer Summe in dieser Größenordnung. Hinzu kommen zwölf Millionen Euro für den Umbau der öffentliche Bereiche des Schauspielhauses. Abschließend entscheiden wird der Rat darüber am 19. Oktober. Bereits zuvor bewilligt hatte er mehr als 20 Millionen Euro für die Instandsetzung der Haustechnik.

Initiative spendet sechs Millionen Euro

„Mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 werden wir das Haus wieder komplett bespielen“, erklärt Claudia Schmitz, Schauspielhaus-Geschäftsführerin und Bauherrin. „Wir sind froh, dass jetzt die Weichen gestellt sind.“ Lang und schwierig hatten sich die Verhandlungen rund um die Sanierung gestaltet. In dem seit Ende 2015 geschlossenen Haus wird es auch während der weiter andauernden Bauarbeiten Theater geben: Neben der Inszenierung „Der Sandmann“ aus der vergangenen Spielzeit wird ab kommendem Februar das Bowie-Musical „Lazarus“ im Großen Haus zu sehen sein.

Die Modernisierung unter Architekt Christoph Ingenhoven läuft in mehreren Phasen: Fast abgeschlossen ist die Instandsetzung der Haustechnik. Kosten: 20,9 Millionen Euro. Neben Dach- und Fassadensanierung wird als nächstes der Eingangsbereich neu gestaltet. Das bestehende Kassenhäuschen soll abgerissen und ein verglaster Windfang errichtet werden, Toiletten und Aufzüge stehen auf dem Sanierungsplan und auch Foyer und Nachtcafé. „Die Passage als Verbindung vom Gründgens-Platz zum Hofgarten wird hell und attraktiv und damit einladend gestaltet“, heißt es in der Vorlage für den Rat. Kosten: zwölf Millionen, von denen das Land vier Millionen trägt.

Ein Teil des Postens wird über Spenden finanziert. Eine entsprechende Kampagne zeigt große Resonanz in der Düsseldorfer Bürgerschaft (die WZ berichtete). Sechs der insgesamt 7,9 von der Stadt aufzubringenden Millionen Euro will das neu gegründete Kuratorium „Schauspielhaus 2020“ beisteuern. Mitglieder sind etwa Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte, Regisseur Sönke Wortmann, Fortuna-Vorstand Robert Schäfer und Immobilienentwickler und Kunstsammler Gil A. Bronner.

FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus hält das für ein „gutes Geschäft für die Stadtkasse.“ Da 1,9 Millionen ausgegeben werden sollen, und dafür eine Gegenleistung im Wert von zwölf Millionen Euro erbracht werde. „Ich werde meiner Fraktion empfehlen, zuzustimmen.“

Das gelte auch für die 15 Millionen Euro, die zur Dach- und Fassadensanierung gebraucht werden. „Der Rat hatte sich hier bereits zur umfasssenden Sanierung bekannt.“ Zu hoffen sei, dass unter der Fassade keine böse Überraschung lauere. „Darauf gibt es aber bislang keine Hinweise.“

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