3000 Neubürger werden auf dem Gelände an der Lenaustraße ein neues Zuhause finden.

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Blick von der Lenaustraße auf das Reitzenstein-Gelände, links die Kasernen.

Blick von der Lenaustraße auf das Reitzenstein-Gelände, links die Kasernen.

Firma Anegevelt

Blick von der Lenaustraße auf das Reitzenstein-Gelände, links die Kasernen.

Mörsenbroich. Rund 16 Hektar der ehemaligen Reitzenstein-Kaserne an der Lenaustraße werden für den Wohnungsbau erschlossen. Mörsenbroich wächst damit um rund 3000 Neubürger. Nach Auskunft des Immobilienmaklers Wulff Aengevelt und dessen Projektleiter Jürgen Sester gibt es Wartelisten vor allem für die Stadthäuser.

Perspektiven 2011 im Stadtbezirk

Gebaut werden 360 Einfamilienhäuser und 600 Wohnungen im Geschoss-Wohnungsbau, als Eigentums- oder Mietwohnungen. Vor allem die Einfamilienhäuser sind der Renner. 700 Kaufwillige haben ihr Interesse angemeldet und stehen auf einer Warteliste für den Kaufvertrag. Davon wollen rund 80 Prozent ein Einfamilienhaus buchen und 20 Prozent eine Wohnung.

Trotz fehlender Pläne ist das Interesse an Stadtvillen groß

Wulff Aengevelt erklärt im WZ-Gespräch: „Praktisch sind alle Einfamilienhäuser überbucht, denn für fast jede Stadtvilla gibt es zwei Interessenten. Das ist erstaunlich, denn noch ist kein Zuschlag an einen Architekten erteilt. Zwei Bauträger haben gekauft, ohne das konkrete Produkt zu kennen. Wir haben ja noch nichts in der Hand, keine konkreten Pläne, keine Baubeschreibung und keine genauen Preisvorstellungen.“ Geschoss-Wohnungsbau sei noch zu haben. Aber auch hier führt Aengevelt mit drei Bauträgern Gespräche, die 500 der 600 Wohnungen abnehmen wollen. „So etwas haben wir noch nicht gehabt, dass schon ein Jahr vor Baubeginn die zukünftigen Käufer feststehen.“

Aengevelt geht von folgenden Preisen aus: „Eine Doppelhaushälfte wird 450 000 bis 500 000 Euro kosten, bei Grundstücksflächen von 250 bis 300 Quadratmetern. Die Häuser werden zweigeschossig plus Staffelgeschoss und erhalten einen Garten. Hinzu kommt ein oberirdischer Garagenplatz. Für die Wohnungen sind 700 Stellplätze in mehreren Tiefgaragen geplant.

Die Reitzenstein-Kaserne wurde Anfang der 30er Jahre errichtet, im Krieg stark zerstört und ab 1956 wieder militärisch genutzt. 2004 verkaufte der Bund das Gelände bis auf drei Gebäude, die er weiterhin nutzt, an die Gartenstadt Reitzenstein GmbH.

Sieger im Werkstattverfahren wurden die Architekten Auer & Weber, Stuttgart, und Jürgen Geiselhart, Düsseldorf, mit Rainer Schmitz, München.

Die Stadt Düsseldorf kaufte sie für die Vereine.

1060 Familien werden also als Neubürger in Mörsenbroich leben können. Bei einer Familiengröße von drei Personen sind das rund 3000 Neubürger.

Im Januar erfolgt die europaweite Ausschreibung für die Erschließung des Geländes, also für Kanäle, Straßen und Versorgungsleitungen. Ende April, Anfang Mai beginnen die Tiefbau-Arbeiten durch die Stadt, finanziert vom Investor, der Gartenstadt Reitzenstein GmbH. Sie erfolgen abschnittweise und dauern 15 Monate, also bis September oder Oktober 2012.

320 Millionen Euro werden in das Gebiet investiert

Im Bereich der Straße Dämmergrund/Ludwig-Beck-Straße erfolgt schon im letzten Quartal 2011 der Bau der ersten Einfamilienhäuser und der Wohnungen. Hier läuft auch bereits ein kleiner Architekten-Wettbewerb. 320 Millionen Euro werden investiert, einschließlich 20 Millionen Euro für die Erschließung. Die Finanzierung geschieht über die Gartenstadt Reitzenstein GmbH, die zu gleichen Teilen der Gruppe van der Looy und der holländischen SNS Real Bank gehört. Die Investoren werden die Mannschaftsgebäude bis auf drei Häuser abreißen.

Morgen lesen Sie den Ausblick auf den Stadtbezirk 7 (Gerresheim, Grafenberg, Ludenberg, Hubbelrath).

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