Die Ware war in Luftfiltern versteckt. Ein 57-jähriger Chinese muss 3500 Euro Strafe zahlen.

Düsseldorf. Eigentlich ist ein 57-jähriger Chinese Angestellter bei einem Computer-Unternehmen. Vor zwei Jahren allerdings leitete er eine Ladung Luftfilter, die gerade aus Hongkong eingetroffen waren, auf das Betriebsgelände der Firma weiter. Doch die Steuerfahndung hatte die Sendung längst im Visier.

Denn in den Luftfiltern waren rund 330 Kilo Tabak versteckt, die auf dem Weg nach Deutschland geschmuggelt wurden. Am Dienstag musste sich der 57-Jährige dafür vor Gericht verantworten.

Der mysteriöse „Mr. Chui“ wurde erst gar nicht vorgeladen

Der Angeklagte selbst sagte zu den Vorwürfen nichts. Immerhin wären dem Fiskus Steuern in Höhe von 28.800 Euro entgangen, wenn man den Tabak nicht entdeckt hätte. Möglicherweise sollte die Ladung nach Großbritannien weitergeleitet werden.

Die Anwälte allerdings erklärten, dass ihr Mandant von dem Tabak nichts gewusst haben muss. Absender in Hongkong sei ein gewisser „Mr. Chui“ gewesen, der als Zeuge geladen werden solle. Der Amtsrichter allerdings hatte große Zweifel, dass dieser Herr überhaupt existiert, geschweige denn nach Deutschland kommen werde.

Verurteilt wurde der Chinese wegen Beihilfe zur versuchten Steuerhinterziehung. Er muss eine Geldstrafe von 3500 Euro zahlen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer