Bei Juwelier Weller klingelte das Telefon, kurz darauf war die Kette weg – doch erst zwei Tage später fiel der Diebstahl auf.

Das Collier – unten am Bildrand eine Vergrößerung – besteht aus 18-Karat-Weißgold und 141 Brillanten.
Das Collier – unten am Bildrand eine Vergrößerung – besteht aus 18-Karat-Weißgold und 141 Brillanten.

Das Collier – unten am Bildrand eine Vergrößerung – besteht aus 18-Karat-Weißgold und 141 Brillanten.

Schmuck- und Antiquitätenhändler Markus Alexander Weller in seinem Laden auf der Hohe Straße.

Judith Michaelis, Bild 1 von 2

Das Collier – unten am Bildrand eine Vergrößerung – besteht aus 18-Karat-Weißgold und 141 Brillanten.

Düsseldorf. Die Überwachungskamera hat es aufgezeichnet, und wer diesen Film sieht, ist verblüfft, wie schnell alles ging: „Das Ganze hat sechs Sekunden gedauert“, sagt Antiquitäten- und Schmuckhändler Markus A. Weller. Sechs Sekunden, die ihn um Collier gebracht haben, das nach seinen Angaben mehr als 30 000 Euro wert ist.

Am Samstagmittag war seine Mitarbeiterin allein in dem Geschäft auf der Hohe Straße, als kurz vor eins das Telefon klingelte. Man sieht, wie die Mitarbeiterin zum Gerät geht, das auf der Theke in der hinteren Ecke des Ladens liegt. Im nächsten Moment betritt vorn ein Mann das Geschäft, geht sofort zu einem Schaufenster, greift über die Trennwand und verschwindet wieder.

Die Mitarbeiterin hat von dem Diebstahl nichts mitbekommen, erst am Montag ist aufgefallen, dass das Collier fehlt. Markus Weller ist geschockt: „Das ist nicht der erste Diebstahl, den ich in 31 Jahren in der Branche erlebe. Aber diese Masche kannte ich noch nicht.“ Üblich sei, dass Täter zu zweit oder zu dritt auftreten und einer versuche, das Personal abzulenken. Das sei diesmal über den Anruf geschehen. Der Täter habe genau gewusst, was er wollte und die Beute sehr gezielt angesteuert.

Markus Weller hofft noch, das Schmuckstück wiederzubekommen

Weller glaubt auch nicht, dass es bei der einen Tat geblieben ist. Er habe schon Kollegen gewarnt. Auch hat er die Hoffnung nicht aufgegeben, das wertvolle Schmuckstück vielleicht doch noch wiederzubekommen. Ein Pfandhaus habe er schon angerufen, möglicherweise werde es ja dort angeboten. Zudem hofft er, dass jemand das Schmuckstück aus Weißgold und Brillanten wiedererkennt.

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