Ein buntes Programm für Menschen über 50 Jahre verspricht der 12. Kulturherbst.

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Ulrike Schneider (li.) und Brigitte Goebels haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Ulrike Schneider (li.) und Brigitte Goebels haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Judith Michaelis

Ulrike Schneider (li.) und Brigitte Goebels haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Düsseldorf. Im Ibachsaal des Stadtmuseums beginnt am Sonntag um 15 Uhr die Auftaktveranstaltung zum 12.Düsseldorfer Kulturherbst. Zusammen mit Gisela Theuringer organisieren Ulrike Schneider und Brigitte Goebels im "Arbeitskreis Kultur" des Seniorenbeirats den Kulturherbst und sprechen über das Programm.

Frau Goebels, Frau Schneider, was ist dieses Jahr für den Kulturherbst geplant?

Goebels: Es beginnt am Sonntag mit der Auftaktveranstaltung unter dem Motto "Italien". Eine italienische Band spielt, es gibt eine humorvolle Lesung über das deutsch-italienische Verhältnis.

Schneider: Im vorigen Jahr hatten wir 280 Veranstaltungen, jetzt sind es rund 200. Wir machen keine Seidenmalerei, sondern wirklich schöne Veranstaltungen, die umsonst bis preiswert sind.

Und was sind die Highlights?

Goebels: Im Programm ist für jeden etwas dabei, Literatur, Tanz, Veranstaltungen für Großeltern mit Enkeln. Wenn ich jetzt Highlights nenne, würde ich jemandem Unrecht tun.

Schneider: Besonders interessant ist die Busreise "Kunstpfade - Brüssel und Antwerpen".

Auftakt ist am Sonntag, die 200 Veranstaltungen erstrecken sich über einen Zeitraum bis Silvester.

Das Heft kann unter Ruf 8998999 bestellt werden und ist online verfügbar

Goebels: Das sind die höherschwelligen Angebote, wir haben aber auch viele Veranstaltungen, bei denen man morgens ins Programmheft gucken und spontan teilnehmen kann.

An wen richtet sich das Programm des Kulturherbstes?

Schneider: Das Programm richtet sich an Leute ab 50 Jahren. Nach oben gibt es keine Altersgrenze, eine unserer Wanderführerinnen wird dieses Jahr 80.

Wie können sich die Senioren über den Kulturherbst informieren?

Goebels: Es gibt die Servicenummer für Senioren (s. Kasten), da kann man anrufen und ein Programmheft bestellen. Die liegen aber auch in Apotheken, Sparkassen oder den Zentren Plus aus.

Werden alle Veranstaltungen extra für den Kulturherbst organisiert?

Schneider: Teilweise sind das Veranstaltungen von anderen Institutionen, die wir angeboten bekommen und dann aussuchen.

Goebels: Wir fangen immer schon im Mai mit der Organisation an, suchen und planen Veranstaltungen. Alle Veranstaltungen sollen ein Ansporn für die Senioren sein, vom Fernseher wegzukommen und mal rauszugehen.

Wie sind die Rückmeldungen von den Veranstaltungsbesuchern?

Goebels: Die Besucher sind meistens in guter Stimmung und haben Spaß an den Veranstaltungen. Es bilden sich kleine Zirkel und richtige Netzwerke unter den Teilnehmern. Ich selber habe viele Leute durch den Kulturherbst kennen gelernt.

Wird in dieser Stadt kulturell genug getan für ihre Generation?

Goebels: Düsseldorf ist gut aufgestellt. Wenn ältere Leute sagen, dass sie Langeweile haben, sind sie selber schuld.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Schneider: Wir hoffen, dass die Stadt im nächsten Jahr unseren Etat beibehält, damit wir das Programm nicht kürzen müssen.

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