Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Brauchtum und Kultur feiern mit der WZ ihr Jubiläum – und die neuen Räume der Redaktion im Girardet-Haus.

Düsseldorf. Mit einem großen Empfang hat die Westdeutsche Zeitung in Düsseldorf Freitag ihr 140-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik, Brauchtum, Sport, Wirtschaft und Kultur waren dabei – und schauten sich dabei auch in den frisch renovierten Redaktionsräumen im Girardet-Haus an der Königsallee an, wie die Zeitung Tag für Tag geplant, layoutet und mit Nachrichten, Hintergrund und Meinung gefüllt wird.

Gleichzeitig wurden die Verlagsräume auch zur Kunstgalerie: Die WZ zeigt mit tatkräftiger Unterstützung der Sammlung Philara Werke von acht jungen Künstlern, die die gesamte Bandbreite der Arbeit an der Düsseldorfer Kunstakademie verdeutlichen – Termine für Führungen werden noch bekannt gegeben.

Die Rolle der Medien heute als roter Faden des Abends

Geschäftsführer Kersten Köhler hieß den illustren Kreis „willkommen zu einem großen runden Geburtstag“ und erinnerte daran, dass die WZ in Düsseldorf 1876 im selben Jahr wie die ersten Straßenbahnen der Stadt an den Start ging – jene allerdings wurden damals noch von Pferden gezogen. Bis in die 70er-Jahre wurde die Zeitung tatsächlich noch im Hof an der Königsallee gedruckt, fuhren dort die Lastwagen vor und ab, um die Stadt mit Nachrichten zu versorgen.

Das zentrale Thema des Abends war die Rolle der Medien in schnelllebigen Zeiten wie der heutigen. Marc Jan Eumann, Staatssekretär beim Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW, richtete sein Wort an die Journalisten der WZ direkt: „Ihre Aufgabe ist wichtiger geworden“, glaubt er. „Je unübersichtlicher die Zeiten, umso notwendiger ist ein unabhängiger Journalismus.“

Und so warnte auch WZ-Chefredakteur Ulli Tückmantel die Gäste in seiner Rede vor der „Masse an Desinformation“, die speziell über die Sozialen Netzwerke verbreitet werde. Er versprach: „Wir tun, was wir können“, bat aber auch darum: „Glauben Sie nicht jeden Quatsch, den beeinflusste Quellen Ihnen erzählen wollen.“

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