Seit Juni musste das Publikum auf die Auftritte der Kultband warten.

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Gänsehaut-Atmosphäre ist vorprogrammiert wie hier beim letzten Düsseldorfer Auftritt der Band in der Arena.

Gänsehaut-Atmosphäre ist vorprogrammiert wie hier beim letzten Düsseldorfer Auftritt der Band in der Arena.

dpa

Gänsehaut-Atmosphäre ist vorprogrammiert wie hier beim letzten Düsseldorfer Auftritt der Band in der Arena.

Düsseldorf. Die einen im Nobel-Hotel, die anderen in der Rucksack-Absteige: Während Depeche Mode im Breidenbacher Hof unterkommen, hat das Backpackers im Fürstenwall für die beiden Konzertnächte der Superband kein Zimmer mehr frei.

Endlich - mit acht Monaten Verspätung - kommt das Trio nach Düsseldorf und bringt Massen an Fans mit in die Stadt. Beide Konzert in der Esprit-Arena sind ausverkauft - mit jeweils 50000 Karten.

Das Trio steigt im Breidenbacher Hof ab - und viele Fans ebenfalls

Aber auch im Breidenbacher Hof haben sich zahlreiche Fans der Band einquartiert, um ihren Helden möglichst nah zu sein. Am Mittwochnachmittag kam das Trio in der Nobelherberge an.

Viel zu sehen gab es für die Schaulustigen allerdings nicht: Kaum waren die Musiker einem dunklen Van entstiegen, waren sie auch schon in der Hotellobby verschwunden.

Unterdessen laufen in der Esprit-Arena die Aufbauarbeiten. Die Bühne wird errichtet, die Terraplass-Platten verlegt, die den Rasen schützen. Auch die Rheinbahn ist gerüstet. Die U 78 wird zwischen Hauptbahnhof und Arena ab 17 Uhr im verdichteten Takt fahren, für die Rückfahrt wird die Buslinie 730 im Einsatz sein. Die Eintrittskarten gelten im VRR-Gebiet bis um drei Uhr nachts als Fahrscheine.

Depeche Mode zählt zu den weltweit erfolgreichsten Bands überhaupt, verkaufte bisher rund 100 Millionen Tonträger. Die Konzerte in der Arena sind der Abschluss der Welttournee "Sounds of the Universe". Zuletzt traten Depeche Mode hier im Jahr 2006 auf, auch damals kamen zu den zwei Auftritten jeweils 50 000 Menschen.

Eigentlich sollten die beiden Konzerte im Juni vergangenen Jahres steigen, wurden aber wegen einer schweren Operation von Sänger David Gahan abgesagt. Gahan hat Erfahrung mit gesundheitlichen Extremsituationen: 1996 war er nach eine Drogenüberdosis kurzzeitig klinisch tot.

So waren die Wochen nach der Absage im Sommer nicht die ersten Schreckenszeiten für die Fangemeinde, die auch immer wieder von Rücktrittsgerüchten geplagt wurde. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass weder Gahan noch seine Mitstreiter Martin Gore und Andrew Fletcher sich beim morgigen Soundcheck ein Bein brechen.

Für alle, die noch keine Karten haben, besteht Hoffnung. Zum Beispiel waren gestern noch rund 300 Tickets bei Ebay verfügbar - für bis zu 150 Euro. Zudem können laut Esprit-Arena-Sprecher Rainer Schüler beim Aufbau noch einige Reihen frei werden, die dann in den Abendkassen-Verkauf kommen. Das werde dann vorher bekanntgegeben.

Wer nach dem Konzert noch nicht genug hat: Im Stahlwerk, Ronsdorfer Straße 134, steigen an beiden Abenden Aftershow-Partys mit viel Musik von "DM".

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