Paul Falk ist gerade mal 20 Jahre alt. Mit seiner der CD „1000 Lieder“ erfüllte er sich einen Kindheitstraum.

Paul Falk bei seinem Konzert im Rahmenprogramm zur Tour de France.
Paul Falk bei seinem Konzert im Rahmenprogramm zur Tour de France.

Paul Falk bei seinem Konzert im Rahmenprogramm zur Tour de France.

Nikolas Golsch

Paul Falk bei seinem Konzert im Rahmenprogramm zur Tour de France.

Paul Falk macht eine klare Ansage: „Ich will Profi-Musiker werden.“ Nach dem Abi vor zwei Jahren hat der 20-Jährige auch gar keine Zeit damit verschwendet, sich an der Uni anzumelden. Stattdessen feilte Paul an seinen Songs, wenn er nicht gerade mit der Familienband Falk & Sons unterwegs war, als Kaiser im Musicalspektakel „Luther“ eine Hauptrolle spielte oder an seiner zweiten Karriere als Schauspieler bastelte. Das Ergebnis steht ab heute in den Schallplattenläden. „1000 Lieder“ heißt das Debütalbum des jungen Düsseldorfers.

„Ich bin mit Musik groß geworden. Bei uns lagen immer CDs herum“, sagt der Sohn von Musikproduzent Dieter Falk, „eine eigene CD aufzunehmen, war immer mein Kindheitstraum.“ Dass es nicht beim Traum blieb, hat er auch seinem Papa zu verdanken. Schon mit sieben Jahren bekam Paul Klavierunterricht: „Zuerst hatte ich dazu gar keine Lust. Aber als wir zum ersten Mal zusammen auf der Bühne standen, war das für mich ein Aha-Erlebnis. Dafür machen wir das also.“

Live über den Sender spielen: Für Paul kein Problem

Längst hat der 20-Jährige mehrere hunderte Live-Auftritte absolviert. Ganz cool spielte er nach einem Radio-Interview beim WDR live den Titelsong „1000 Lieder“, nur mit seiner Gitarre. Denn hinter dem Kindheitstraum steckt eine solide klassische Ausbildung als Musiker.

Stolz ist Paul darauf, dass er alle Songs des Albums selbst geschrieben und zum Teil auch produziert hat: „Ich habe mir dann noch Hilfe bei einer Profi-Texterin gesucht und in der finalen Phase kam mein Vater dazu. Der hat mir dann noch einmal viele tolle Tipps gegeben. Der ist sehr stolz, aber auch sehr ehrlich. Er sagt, wenn ihm etwas nicht gefällt.“

Krimi mit Klaus-Maria Brandauer und Iris Berben steht an

In seinen Liedern beschreibt Paul die Themen, die ihn beschäftigen – und viele andere junge Menschen in seinem Alter auch. Er besingt die „Allererste Liebe“, verspricht „Ich halt’ den Regen für dich an, weil ich für dich zaubern kann“ und widmet den Song „Immer mehr“ seiner Mutter. Zum Schluss folgt auch noch sein erster Hit, der „Abisong“, den er vor zwei Jahre geschrieben hat. Über 300 000 Mal wurde das Video inzwischen bei Youtube angeklickt.

Noch 20 Konzerte stehen in diesem Jahr mit der Familienband „Falk & Sons“ an. Zwischen „verrockten“ Chorälen, Bach und Luther bekommen auch die Lieder vom neuen Album ihren Platz. Auf zwei Songs hat Bruder Max schon im Studio Schlagzeug gespielt. Eine Solo-Tour mit der eigenen Band ist erst für nächstes Jahr geplant. Was für ein Publikum er sich dann wünscht? „Ich freue mich, wenn jüngere Mädchen kommen und die Eltern auch.“

Zwischendurch macht Paul, der schon in zahlreichen Filmen und Fernsehserien („Tatort“, „Alarm für Cobra 11“) zu sehen war, auch mal wieder einen Ausflug in die Schauspielerei. Er dreht in Italien zusammen mit Iris Berben und Klaus-Maria Brandauer für den Thriller „Der Capelli Code“. „Ein zweites Standbein ist wichtig“, weiß der 20-Jährige, „aber am liebsten wäre ich nur Musiker.“ Klage Ansage eben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer