Zurückhaltende Reaktionen auf geplantes Abstoßen der Autosparte.

johnson Controls
Zahlreiche Mitarbeiterautos prägen das Bild rund um die Europazentrale von Johnson Controls im Industriegebiet, das Geschäft mit Autositzen bestimmt auch das tägliche Arbeiten. Aber der Konzern will sich von der gesamten Automobilsparte trennen.

Zahlreiche Mitarbeiterautos prägen das Bild rund um die Europazentrale von Johnson Controls im Industriegebiet, das Geschäft mit Autositzen bestimmt auch das tägliche Arbeiten. Aber der Konzern will sich von der gesamten Automobilsparte trennen.

Doro Siewert

Zahlreiche Mitarbeiterautos prägen das Bild rund um die Europazentrale von Johnson Controls im Industriegebiet, das Geschäft mit Autositzen bestimmt auch das tägliche Arbeiten. Aber der Konzern will sich von der gesamten Automobilsparte trennen.

Burscheid. Ob beim Blue-Sky-Projekt am Megafon oder rund um die Europazentrale in der Industriestraße: Die Bekanntgabe, dass Johnson Controls (JC) sich von der Automobilsparte trennen will, bestimmte gestern überall die Gesprächsthemen unter den Mitarbeitern. Verunsicherung war zu spüren, aber auch abwartende Gelassenheit.

Öffentlich zitieren lassen sich die JC-Mitarbeiter traditionell ungern – und schon gar nicht mit Namen. „Noch ist ja völlig unklar, in welche Richtung es gehen soll“, war eine oft gehörte Aussage. Und: „Das kann auch eine Chance sein.“

Bürgermeister Caplan will weitere Entwicklung abwarten

Auch Bürgermeister Stefan Caplan hält sich mit einer Bewertung noch zurück. Zunächst müsse abgewartet werden, ob Johnson die Automobilsparte an einen anderen Konzern verkaufe, in ein eigenständiges Unternehmen umwandele oder in ein Joint Venture einbringe. „Je nachdem, welche der Möglichkeiten am Ende Realität wird, wäre ich sorgenvoll oder weniger sorgenvoll.“

Grundsätzlich habe er Verständnis dafür, wenn sich ein multinationales Unternehmen wie Johnson Controls neu aufstellen wolle. „Und es stimmt mich zuversichtlich, dass die Kommunikation zwischen Stadt und Europazentrale weiter gut funktioniert.“ Caplan war vorab über die Pläne der Konzernspitze informiert worden. Am Mittwoch folgte dann die Information der Mitarbeiter. Die waren nach manchen Gerüchten zumindest in einer Hinsicht erleichtert: „Jetzt ist die Katze aus dem Sack.“

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