Im Herbst soll der Abriss der Trassenbrücke beginnen. Aber schon ab Mai wird die Straße aufgerissen.

An der Kreuzung B 51/Erlenweg/Buchenweg wird schon im Frühsommer eine große Baugrube für einen neuen Stauraumkanal entstehen.   Fotos (2): Doro Siewert
An der Kreuzung B 51/Erlenweg/Buchenweg wird schon im Frühsommer eine große Baugrube für einen neuen Stauraumkanal entstehen. Fotos (2): Doro Siewert

An der Kreuzung B 51/Erlenweg/Buchenweg wird schon im Frühsommer eine große Baugrube für einen neuen Stauraumkanal entstehen. Fotos (2): Doro Siewert

Bevor die Kanal- und Sanierungsarbeiten beginnen können, muss zunächst eine Wasserleitung komplett verlegt werden, die unterirdisch vom Ziegeleiweg (Bildmitte) nach rechts in die B 51 abzweigt.

Siewert, Doro, Bild 1 von 2

An der Kreuzung B 51/Erlenweg/Buchenweg wird schon im Frühsommer eine große Baugrube für einen neuen Stauraumkanal entstehen. Fotos (2): Doro Siewert

Burscheid. Wenn der Landesbetrieb Straßen im Herbst dieses Jahres den zweiten Bauabschnitt der B-51-Sanierung in Hilgen mit dem Abriss der Brücke über die Balkantrasse beginnt, liegt das Ende des ersten Bauabschnitts sechs Jahre zurück. Und bis auch der zweite Abschnitt abgeschlossen ist, werden wohl zwei weitere Jahre ins Land gehen. Zwei Jahre, in denen sich Hilgen mit Dauerbehinderungen auf seiner Hauptverkehrsader abfinden muss.

Und die beginnen nicht erst im Herbst. Die Technischen Werke wollen für die zum Teil vorgeschalteten Kanalarbeiten schon Anfang März die Ausschreibungen rausgeben und am liebsten im Mai starten. Denn sie haben nicht nur Kanalsanierungen vor der Brust, sondern auch den Bau eines gewaltigen neuen Stauraumkanals.

Gewaltiger neuer Stauraumkanal entsteht

Weil das Netz in Hilgen bei heftigen Regenfällen überlastet ist, muss zusätzlicher Ausweichraum geschaffen werden. Er wird unter der neuen B 51 entstehen. In neun Meter Tiefe wird ein Rohr mit zwei Meter Durchmesser und einer Länge von 315 Meter verlegt. Ausgangspunkt wird eine Baugrube an der Kreuzung Erlenweg vor der Firma Nickisch sein. Von dort aus soll der Stauraumkanal jeweils 140 Meter in Richtung Hilgen und Burscheid getrieben werden, dazu noch ein Stück in den Buchenweg hinein.

Doch bevor die TWB loslegen können, muss ein anderes Problem beseitigt werden. Überall, wo Baugruben entstehen sollen, verläuft eine zentrale Wasserversorgungsleitung, die weder einfach umgeklemmt oder gekappt werden kann. „Die gesamte Leitung, die aus dem Ziegeleiweg kommt und dann an der südöstlichen Straßenseite in Richtung Burscheid verläuft, muss zuerst auf die andere Straßenseite verlegt werden“, sagt TWB-Vorstandssprecher Jürgen Malzkuhn.

Raiffeisenplatz soll zuerst fertiggestellt werden

Wenn dann die auf etwa ein Jahr veranschlagten Kanalarbeiten im Gang sind, kann parallel seitens des Landesbetriebs schon an der Brücke und am Raiffeisenplatz gearbeitet werden. Denn dieser Knotenpunkt soll zuerst fertiggestellt werden.

Von Januar bis November 2008 wurde die B 51 zwischen der Ortsgrenze nach Wermelskirchen und der Einmündung Witzheldener Straße saniert. Seither steht dort ein beidseitiger Radgehweg zur Verfügung. Zuvor waren von den Technischen Werken noch gut 2000 Meter Kanal- und Hausanschlussleitungen verlegt worden

Der ursprünglich relativ zeitnah vorgesehene zweite Bauabschnitt zwischen Witzheldener Straße und Eifgenweg wurde immer wieder nach hinten verschoben – über einen Zeitraum von mittlerweil mehr als fünf Jahren. So wurde beispielsweise die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Wermelskirchen-Tente vorgezogen.

Der zweite Bauabschnitt ist auch wesentlich komplexer als der erste. Das liegt nicht nur an den geplanten drei Kreisverkehren, sondern vor allem an der Gemengelage am Raiffeisenplatz, wo neuer Busverknüpfungspunkt, Brückenabriss, Tieferlegung der Fahrbahn und Alleenradweg zusammenkommen.

Nicht nur, dass an dieser Stelle die Fahrbahn um 1,50 Meter tiefergelegt und der Verkehr über Anschüttungen an der Baustelle vorbeigeführt wird. In Koordination mit der Stadt sollen auch der Raiffeisenplatz neu gestaltet und der Alleenradweg über die Bundesstraße geführt werden.

Erst wenn dieses Herzstück fertig ist, werden sich die Bauarbeiten in Richtung Dünweg bewegen. Dort werden dann neben einem kombinierten Radgehweg auf beiden Seiten auch drei Kreisverkehre entstehen: an den Kreuzungen Buchen-/Erlenweg, Dabringhausener Straße und Ösinghausener Straße/Eifgenweg.

3,6 Millionen Euro hat der Landesbetrieb veranschlagt. Drei Millionen hatte der erste Bauabschnitt gekostet. Der war nach zehn Monaten beendet. So schnell wird Hilgen diesmal nicht davonkommen.

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