Peter und Irene Ludwig Stiftung und Stadt unterzeichnen Vertrag für weitere drei Jahre.

Peter und Irene Ludwig Stiftung und Stadt unterzeichnen Vertrag für weitere drei Jahre.
Dem Museum Ludwig (l.) sind Zuwendungen in den nächsten Jahren sicher.

Dem Museum Ludwig (l.) sind Zuwendungen in den nächsten Jahren sicher.

Eppinger

Dem Museum Ludwig (l.) sind Zuwendungen in den nächsten Jahren sicher.

Köln. Im nächsten Jahr jährt sich die Präsenz der Sammlung Ludwig in Köln zum 50. Mal. 1968 wurden erstmals Leihgaben der damals schockierenden Pop Art im Wallraf-Richartz-Museum vorgestellt und trafen auf ein offenes Publikum. Nach der Schenkung der Sammlung 1976 gründete die Stadt das Museum Ludwig. Seitdem fördern Irene und Peter Ludwig und in ihrer Nachfolge die Peter und Irene Ludwig Stiftung das Museum auf mannigfaltige Weise. Neben 1500 hochkarätigen Schenkungen und vielen Leihgaben wird „das Ludwig“ bei Ankäufen sowie Ausstellungs- und Forschungsprojekten unterstützt, wie zum Beispiel zurzeit bei der umfangreichen Ausstellung von James Rosenquist.

Erstmals sichert nun ein Vertrag für die nächsten drei Jahre weitere regelmäßige Finanzzuwendungen der Stiftung an das Museum und die Gegenleistungen der Stadt. Die Stiftung gewährt neben den sonstigen Förderungen in den Jahren 2018 bis 2020 einen jährlichen Betrag in Höhe von 500 000 Euro für Kunstankäufe und 125 000 Euro für Projekte des Museums. Letztere werden vom Museum hauptsächlich für Sonderausstellungen verwendet. „Unser Ziel ist es, dem Museum Ludwig die bestmögliche Ausgangssituation für seine erfolgreiche Arbeit zu bereiten. Wir freuen uns, den vor 50 Jahren eingeschlagenen Weg auch weiterhin mit der Stadt gemeinsam zu gehen“, sagte Brigitte Franzen, Vorstand der Peter und Irene Ludwig Stiftung.

Im Gegenzug verpflichtet sich die Stadt, weiterhin jedes Jahr Mittel in derselben Höhe von 500 000 Euro für Ankäufe, und mindestens 255 000 Euro für Ausstellungen für das Museum Ludwig zur Verfügung zu stellen. Diese Gelder sind im Haushaltsplan der Stadt veranschlagt. Eine Option, für die Zeit ab 2021 eine neue Vereinbarung zu treffen, ist ebenfalls benannt. „Allein für 2018 steht ein Kulturetat von fast 200 Millionen Euro zur Verfügung – die Investitionen nicht eingerechnet. Aber das, was wir an öffentlichen Mitteln aufbringen können, kann niemals genug sein, um sich international als Kunst- und Kulturmetropole behaupten zu können“, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Der Vertrag bezieht sich im Weiteren auf die im Museum befindlichen Dauerleihgaben im Eigentum der Stiftung. Für die Leihgaben, die zum Bestand des Museums gehören, werden ihre konservatorische Betreuung und die Versicherungsbedingungen verabredet. Die Sammlung des Museums wird dadurch mit bedeutenden Werken bereichert, unter anderem von Jo Baer, Louise Bougeois, Cai Guo-Qiang, Katsura Funakoshi, Barbara Kruger, Bruce Nauman, Joaquin Torres Garcia und Andy Warhol. „Ohne die Peter und Irene Ludwig Stiftung wären viele Ausstellungen und Ankäufe für uns nicht durchführbar. Wir sind der Stiftung daher für ihre kontinuierliche und langjährige Unterstützung und der damit verbundenen Planungssicherheit dankbar.“

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