Die neue Polizeiwache in Hilgen-Heide wurde am Donnerstag vorgestellt. Am kommenden Montag beginnt der einwöchige Umzug der Beamten.

Die neue Polizeiwache in Hilgen-Heide wurde gestern vorgestellt. Am kommenden Montag beginnt der einwöchige Umzug der Beamten.
V.l.: Projektleiter Michael Stefer, Polizeichef Gerhard Wallmeroth und Andreas Weilermann, Chef der Wache, vor dem neuen Gebäude in Hilgen-Heide.

V.l.: Projektleiter Michael Stefer, Polizeichef Gerhard Wallmeroth und Andreas Weilermann, Chef der Wache, vor dem neuen Gebäude in Hilgen-Heide.

Projektleiter Michael Stefer blickt durch eine Luke aus der Zelle nach draußen. Eine Türe kostet so viel wie ein Auto.

Nur eine Decke kommt nach als Unterlage dazu, wenn Kriminelle oder Randalierer in einer der drei Zellen eingesperrt werden.

Doro Siewert, Bild 1 von 3

V.l.: Projektleiter Michael Stefer, Polizeichef Gerhard Wallmeroth und Andreas Weilermann, Chef der Wache, vor dem neuen Gebäude in Hilgen-Heide.

Burscheid.Handwerker setzen noch das Sicherheitsglas in der Eingangstür der Wache und in der Zentrale ein, Installateure bohren Halterungen für Spiegel in einer Toilette an die verflieste Wand, Techniker sind in der Datenzentrale an den Computerservern beschäftigt. Nur noch Handgriffe sind zu erledigen, bevor die Burscheider Polizeiwache hinter dem Gelände des Busunternehmens Wiedenhoff am Montag den Betrieb aufnimmt. Vom Spatenstich am 12. Januar 2015 wird bis dahin gerade mal ein Jahr vergangen sein.

Nicht ohne Stolz haben Polizeichef Gerhard Walmeroth und Wachleiter Andreas Weilermann die Räumlichkeiten am Donnerstag Medienvertretern präsentiert. „Das neue Dienstgebäude wurde nach den Wünschen und Bedürfnissen der Kollegen gestaltet“, erklärte Weilermann, der den Bau zusammen mit Projektleiter Michael Stefer begleitet hat. So gebe es künftig einen gesonderten Raum für die Einsatztaschen des Wachpersonals. Weilermann: „Früher standen die Sachen irgendwo herum.“ Auch Besuchertoiletten gebe es. Das sei auch in Wermelskirchen so gewesen. Aber dort mussten Beamte immer ein Auge auf Gäste werfen, weil die Toilette nur innerhalb des Sicherheitsbereiches zu erreichen war. An der Großbrucher Straße wurden beide Bereiche voneinander getrennt. Ein Begleitung ist nicht mehr notwendig. Sogar beim Tresen in der Wache haben die Beamten, die dort täglich ihren Dienst leisten, mitgeredet. Besser gesagt: Sie haben ihn nach ihren Vorstellungen gezeichnet. „Ein Schreiner hat ihn dann so gebaut“, sagt Weilermann.

Bessere Sicherheit für 100 000 Einwohner im Kreis

Doch die Wache sei nicht Eigennutz, sondern biete eine höhere Sicherheit für 100 000 Einwohner in Burscheid, Wermelskirchen, Leichlingen sowie Teilen von Odenthal und Kürten. „Wir haben nun einen zentralen Standort, von dem aus wir mit dem Wach- und Streifendienst operieren können“, erklärte Polizeichef Walmeroth und sprach von der „Mitte der Bevölkerung“. Vorteil werde auch sein, dass die Polizei künftig von einem Standort aus (Wermelskirchen und Leichlingen werden in Burscheid zusammengeführt) „flexibler und zielgerichteter“ agieren könne, indem die Streifenwagen in der Fläche besser koordiniert werden könnten. Auch könnten Personalengpässe (bei Krankheit) besser aufgefangen werden.

Am kommenden Montag beginnt der Einzug der Leichlinger Beamten der Wache, dann folgen am Mittwoch das Verkehrs- und Kriminalkommissariat, bevor sich am Freitag die Wermelskirchener Kollegen anschließen. Insgesamt werden es künftig 75 Mitarbeiter sein, davon 48 im Wachdienst.

„Herzstück“ der neuen Wache, so Weilermann, ist das neue Gewahrsam mit drei Zellen. Wegen besonderer Sanitärer Einrichtungen, Fußbodenheizung und besonders massiver Türen der teuerste Bereich der neuen Wache. Eine Tür, so hieß es, koste so viel wie ein neuer Kleinwagen. Zudem sei der Bereich videoüberwacht und von außen zugänglich.

Kein Blick durften Medienvertreter in den Serverraum für die Computer werfen. Top secret, hieß es. Nur so viel: 15 Kilometer Kabel wurden im ganzen Gebäude verlegt.

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