Das Land NRW hat den Antrag der Stadt auf Fördermittel bewilligt. Zu den Projekten gehört auch der Umbau des oberen Teils der Hauptstraße.

Der obere Teil der Hauptstraße soll künftig nur noch als Einbahnstraße den Autofahrern zur Verfügung stehen.
Der obere Teil der Hauptstraße soll künftig nur noch als Einbahnstraße den Autofahrern zur Verfügung stehen.

Der obere Teil der Hauptstraße soll künftig nur noch als Einbahnstraße den Autofahrern zur Verfügung stehen.

Mehr Platz für Fußgänger und Außengastronomie soll es in der Hauptstraße geben.

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Der obere Teil der Hauptstraße soll künftig nur noch als Einbahnstraße den Autofahrern zur Verfügung stehen.

Burscheid. Wer aktuell vom Land NRW Fördermittel bewilligt bekommen möchte, muss viel professionelle Arbeit in die Vorbereitung investieren und überzeugend darlegen, dass die Projekte im Städtebau besonders gut, wichtig und effektiv sind, um das Leben der Bürger zu verbessern. Im Burscheider Rathaus zeugen ein komplett gefüllter Aktenordner und ein Buch mit dem „Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept 2025“ davon.

Erstellt wurden die Unterlagen gemeinsam mit dem renommierten Düsseldorfer Büro ASS. Um Fördermittel des Landes zu bekommen, muss ein komplettes Konzept für einen längeren Zeitraum vorgelegt werden. Und es muss ersichtlich sein, dass die Projekte auch wirklich umgesetzt werden.

In Burscheid betrifft dieses Konzept die Innenstädte von Burscheid und Hilgen sowie die interkommunale Zusammenarbeit mit Wermelskirchen im Bereich der Neugestaltung des Hilgener Bahnhofs und des des alten Ziegeleigeländes. Hier erhofft man sich auch Synergien mit dem Förderprogramm der Regionale 2025.

„Es gibt bei den Fördermitteln für den Städtebau so viel Geld, wie noch nie in der Geschichte. Allerdings gab es auch noch nie so viele Anträge von Kommunen. Entsprechend hoch war die Deckungslücke zwischen Anträge und den zu vergebenenden Fördermitteln“, sagt Hans-Joachim Hamerla vom Büro ASS.

Um so erfreulicher ist es für Bürgermeister Stefan Caplan, dass Burscheid nun die optimale Unterstützung vom Land bekommt. Rund zehn Millionen Euro an Fördermitteln stehen für Projekte bis ins Jahr 2025 bereit. Der Fördersatz beträgt 70 Prozent, die restlichen 30 Prozent muss die Stadt aus im Etat verankerten Eigenmitteln finanzieren. Das ist der zweithöchste Fördersatz. Für 2017 wurden aktuell Fördermittel in Höhe von 1,13 Millionen Euro bewilligt.

Innenstädte: Fassadenprogramm für Hilgen und für Burscheid

Das erste große Projekt ist nun die Neugestaltung der Hauptstraße zwischen der Apotheke und der Kreissparkasse sowie des kleinen Platzes vor der Bank. Dort soll der Straßenraum attraktiver werden. Dies soll beispielsweise mit mehr Raum für Fußgänger und Außengastronomie passieren. Das Straßenniveau wird angehoben, um barrierefreie Zugänge zu den Geschäften zu ermöglichen. Außerdem wird die Straße zur Einbahnstraße. Die Bauarbeiten werden wohl im Frühjahr 2018 beginnen.

Zu den weiteren zeitnahen Projekten zählt auch das Fassadenprogramm für die Innenstädte von Burscheid und Hilgen. Dort soll zum Beispiel historische Fachwerkhäuser wieder in neuem Glanz erstrahlen. Finanziert wird dieses Projekt zu je gleichen Kostenanteilen durch die Fördermittel und durch private Investitionen durch den Hauseigentümer.

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