Am Dienstag zeigt der WDR Sigurd Tesches Aufnahmen von den kaum erforschten Fangschreckenkrebsen.

Witzhelden. Für seinen Film "Die Wupper - Amazonas im Bergischen Land" war Sigurd Tesche in heimischen Gefilden unterwegs. Die neuste Arbeit, die unter dem Titel "Scharfschützen der Meere - Fangschreckenkrebse" am Dienstag ab 20.15 Uhr, im WDR-Fernsehen gezeigt wird, hat den Witzheldener Dokumentarfilmer dagegen in den Golf von Mexiko, nach Indonesien und Thailand geführt.

Gedreht wurde 2008 und 2009, also noch vor der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. "Aber ich arbeite zurzeit an einem Projekt über Tiefwasserriffe, die 400 bis 1.200 Meter unter der Wasseroberfläche liegen, und war daher gerade in Florida. Da habe ich erschreckende Unterwasseraufnahmen gesehen. Dort unten ist alles dicht und voll mit Ölschlamm."

Die Fangschreckenkrebse existieren sei schon etwa 400 Millionen Jahren, gelten aber dennoch als Stiefkinder der Forschung, weil sie in normalen Aquarien kaum zu halten sind. Die Kung-Fu-Kämpfer der Ozeane schlagen blitzschnell und hart zu - und können es so selbst mit dem hochgiftigen Blaugeringelten Oktopus aufnehmen.

Die komplexesten Augen der Tierwelt

Zudem verfügen die kaum bekannten Krebstiere über die besten und komplexesten Augen im Tierreich. Jedes ihrer beiden Stiel-Augen besteht aus bis zu 10.000 Teilaugen und kann unabhängig vom anderen Auge in alle Richtungen gedreht werden.

Begleitet wurde der 70-jährige Tesche wieder von seiner Tochter Natali Ricciardi (39), die vor und hinter der Kamera stand. Insgesamt haben an dem Film vier Kameraleute gearbeitet.

Tesche, der pro Jahr mit etwa drei bis vier Filmen beschäftigt ist, blickt derweil schon auf die nächste und wohl letzte große Herausforderung seines Berufslebens: das Filmen in 3-D. "Unterwasserszenen sind wegen der größeren Ruhe das Schönste, was Sie in 3-D anschauen können."

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