210 Unternehmer versuchen in diesem Jahr ihr Glück. Das Risiko einer Pleite ist in Burscheid aber besonders hoch.

Burscheid. Die gute Nachricht zuerst: In Burscheid hat die Zahl der Existenzgründungen zugenommen und wird am Jahresende bei 210 Gewerbetreibenden liegen. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Creditreform aus Solingen in seiner aktuellen Untersuchung der Firmenentwicklung zum ersten Halbjahr.

Wenn keine einschneidenden Veränderungen eintreten würden, so Creditreform, könne man in Burscheid nach dem Einbruch im vergangenen Jahr wieder mit einem positiven Saldo von 50 Neuexistenzen rechnen. 160 Betriebe würden wieder vom Markt verschwinden. Im vergangenen Jahr kamen zwar 180 Unternehmen dazu, 193Gründer mussten ihr Unternehmen allerdings wieder abmelden, so dass die Bilanz am Ende negativ war.

Nach den Vorjahren erstmals der schlechteste Wert

Die schlechte Nachricht: Mit einem Pleitenindex von 1,35 bildet Burscheid laut Creditreform mit deutlichem Abstand das Schlusslicht in der untersuchten Region um Solingen, Leverkusen und Remscheid. Das bedeutet: In der Relation zu der in der Stadt verzeichneten Unternehmen sind in diesem Jahr in Burscheid die meisten Betriebe zusammengebrochen. Anders ausgedrückt: Statistisch gesehen ist die Pleitenanfälligkeit in der Lindenstadt am größten in der Region.

In den vergangenen beiden Jahren hatte Burscheid hier eher vorbildliche Werte, die mit etwa 0,5 Prozent weit unter dem Durchschnitt lagen. Eine saubere Weste hat laut Creditreform aktuell die Stadt Monheim: Die Pleitenanfälligkeit ist dort mit einem Index von 0,63 am geringsten.

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