Autofahrer wollen jetzt schnellstmöglich Winterreifen haben. Die Winterdienste mussten aber noch nicht ausrücken.

Bereits im vergangenen Jahr stapelten sich bei Reifen Kos die Winterreifen, die auch in diesen Tagen wieder äußerst gefragt sind.
Bereits im vergangenen Jahr stapelten sich bei Reifen Kos die Winterreifen, die auch in diesen Tagen wieder äußerst gefragt sind.

Bereits im vergangenen Jahr stapelten sich bei Reifen Kos die Winterreifen, die auch in diesen Tagen wieder äußerst gefragt sind.

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Bereits im vergangenen Jahr stapelten sich bei Reifen Kos die Winterreifen, die auch in diesen Tagen wieder äußerst gefragt sind.

Burscheid. Es war die erste kalte Nacht in diesem Herbst. Zum ersten Mal sank die Temperatur in der Nacht von Dienstag auf gestern unter null Grad und auch für die Nacht auf Donnerstag waren Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt. In Burscheid waren zwar die Straßen noch nicht glatt, doch erinnerte die Kälte viele daran, dass ihr Auto noch nicht winterfest ist.

In den Autowerkstätten der Stadt kündigte sich der nahende Winter daher auch mit einem erhöhten Kundenaufkommen an. "Seit heute Morgen steht das Telefon nicht mehr still", sagte gestern Jörg Zölzer, KFZ-Meister in der Werkstatt von Car & Bike Cleanik. Bei Reifen Kos war das nicht anders. "Schon die ganze Woche kommen die Leute und wollen die Reifen gewechselt haben", sagt Geschäftsführer Torsten Kos.

Termine sind in den Werkstätten momentan kaum zu haben

Termine sind in der Werkstatt von Reifen Kos erst wieder in der nächsten Woche zu bekommen. Auch bei Car & Bike Cleanik ist das Terminbuch voll. "Wir versuchen jeden rein zu schieben, den Räderwechsel machen wir dann zwischendurch neben dem normalen Werkstattgeschäft", sagt Zölzer.

Die Werkstätten haben um diese Zeit immer die ersten Winterreifen-Kunden. "Man sagt ja: Von O bis O, also von Oktober bis Ostern, ist Winterreifen-Zeit", sagt Kos. Generell gilt: Winterreifen sollten montiert werden, wenn die Temperaturen niedriger als sieben Grad sind, sagt Jörg Zölzer.

Doch der Wechsel zwischen Sommer- und Winterreifen ist auch ein Glücksspiel. Denn es könnte sein, dass es in den kommenden Wochen wieder wärmer wird. "Bei Temperaturen über zehn Grad sind Winterreifen nicht so gut", sagt Zölzer. "Aber es ist auch nicht schlimm, wenn man zwei Wochen trotz höherer Temperaturen mit ihnen fährt."

In Deutschland gibt es keine Winterreifenpflicht. Seit 1. Mai 2006 muss laut Straßenverkehrsordnung die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen aber an die Wetterverhältnisse angepasst sein. Autofahrer sollten die Bereifung dennoch in der kalten Jahreszeit wechseln. "Winterreifen haben eine bessere Haftung bei niedrigen Temperaturen", sagt Jörg Zölzer. Auch Gabriele Bienewald von der Kreispolizei empfiehlt, bei unter sieben Grad die Räder austauschen zu lassen. Bei einem Unfall könnte es sonst unter Umständen Probleme mit der Versicherung geben.

Wenn es richtig friert oder schneit, helfen auch die besten Winterreifen nichts. Dann rücken auf den städtischen Straßen der Winterdienst vom Baubetriebshof und auf den Landes- und Bundesstraßen die Straßenmeisterei Burscheid vom Landesbetrieb Straßen NRW aus.

Bisher gab es dazu noch keine Veranlassung. "Der Boden ist warm und es gibt keine Feuchtigkeit", sagt Janusz Milejski, Leiter des Baubetriebshofs. Wegen der Kälte haben aber beide Betriebe in den vergangenen Nächten Mitarbeiter auf Kontrollfahrten geschickt. "Sie fahren dann besonders glätteanfällige Stellen wie Waldgebiete oder Brücken an", sagt Sascha Herder, stellvertretender Dienststellenleiter bei der Straßenmeisterei Burscheid. Dort sind die Mitarbeiter ab 15. Oktober in Rufbereitschaft, beim Baubetriebshof ab 1. November.

Während des Winterdienstes wird bereits am Vortag auf Grundlage der Wettervorhersage entschieden, ob am nächsten Morgen Kontrollfahrten gemacht werden müssen. Sind niedrige Temperaturen angekündigt, werden Mitarbeiter gegen 3Uhr morgens rausgeschickt. Sie entscheiden dann, ob die Kollegen in der Rufbereitschaft geweckt werden müssen.

Für diesen Fall sind die Burscheider Betriebe bestens gerüstet. "Wir haben seit dem Frühjahr etwa 90 Tonnen Salz eingelagert", sagt Milejski vom Baubetriebshof. Die Straßenmeisterei muss mit einer Strecke von etwa 300 Kilometern ein größeres Gebiet als der Baubetriebshof abdecken, sagt Sascha Herder. "Bei uns sind daher auch zwischen 600 und 800 Tonnen Salz im Lager."

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