Der umstrittene Versuch zwischen Blecher und Altenberg wird nach knapp zwei Jahren beendet. Die Lärmbelästigung für die Anwohner war zu groß.

Die Rüttelstreifen haben zwar die Unfallzahlen gesenkt, aber durch den Lärm beim Überfahren auch die Anwohner erheblich belastet.  Archiv
Die Rüttelstreifen haben zwar die Unfallzahlen gesenkt, aber durch den Lärm beim Überfahren auch die Anwohner erheblich belastet. Archiv

Die Rüttelstreifen haben zwar die Unfallzahlen gesenkt, aber durch den Lärm beim Überfahren auch die Anwohner erheblich belastet. Archiv

D. Siewert

Die Rüttelstreifen haben zwar die Unfallzahlen gesenkt, aber durch den Lärm beim Überfahren auch die Anwohner erheblich belastet. Archiv

Altenberg. Die vor allem von Anwohnern kritisierten Rüttelstreifen auf der bei Motorradfahrern sehr beliebten L 310 zwischen Odenthal-Altenberg und Blecher gehören bald der Vergangenheit an. Sie waren im Herbst 2011 in den Serpentinen zum Zwecke der Unfallvermeidung installiert worden waren.

Nachdem die Umweltschutzbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises aufgrund von Gutachten und Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen war, dass die von den Rüttelstreifen ausgehende Lärmbelastung für die Anwohner zu hoch ist, hat Freitag auf Einladung des Kreises die Unfallkommission getagt und sich mit der Thematik befasst. Die Unfallkommission setzt sich zusammen aus Mitarbeitern der Straßenverkehrsbehörde des Kreises, der Polizei und des Landesbetriebs Straßenbau NRW.

Zwar stellten nach Angaben des Kreises alle Beteiligten übereinstimmend fest, dass der Versuch erfolgreich war, durch die Rüttelstreifen die Geschwindigkeit deutlich herabzusetzen und so die Zahl der Unfälle auf der Strecke zu reduzieren. Sie sind im Versuchszeitraum deutlich gesunken. Dennoch war die Übereinstimmung groß, den Versuch jetzt abzubrechen. Die Lärmbelastung für die Nachbarschaft sei unzumutbar hoch.

In den Kurven künftig nur noch Tempo 30

Der Landesbetrieb Straßenbau wird die umstrittenen Rüttelstreifen bald entfernen. Stattdessen wird es künftig eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der gesamten Strecke geben. Auf gerader Strecke soll dann Tempo 50 und in Kurven Tempo 30 gelten. Die Polizei wird die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung überwachen.

Die Unfallkommission ist sich auch einig darüber, dass die Unfall-Situation genau beobachtet und nach einem Jahr erneut bewertet werden soll. Sollte sich herausstellen, dass die jetzt beschlossenen Maßnahmen auf Dauer nicht dazu führen, die Unfallzahlen zu senken, oder wäre womöglich ein erneuter Anstieg der Zahlen zu beobachten, könnte das eine Sperrung der Strecke für Motorradfahrer zur Folge haben.

Die Beteiligten gehen davon aus, dass die Freitag beschlossenen Maßnahmen bis spätestens Ende September umgesetzt sein werden. er

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