In der Landwirtschaft ist die Trockenheit das große Thema. Grünland verdorrt. Kartoffeln und Korn wachsen nicht zu normaler Frucht aus.

In der Landwirtschaft ist die Trockenheit das große Thema. Grünland verdorrt. Kartoffeln und Korn wachsen nicht zu normaler Frucht aus.
Die Gelassenheit täuscht: Landwirt Detlef Dahlhaus aus Hürringhausen muss sich zur Ruhe zwingen, denn die Lage an der Futterfront wird durch die anhaltende Trockenheit schwierig. Das Grünfutter wächst nicht mehr; Dahlhaus muss seinen 160 Rindern inzwischen Winterfutter zugeben. Inständig hoffen die Landwirte auf ergiebigen Regen, damit die Natur aufholen kann.

Die Gelassenheit täuscht: Landwirt Detlef Dahlhaus aus Hürringhausen muss sich zur Ruhe zwingen, denn die Lage an der Futterfront wird durch die anhaltende Trockenheit schwierig. Das Grünfutter wächst nicht mehr; Dahlhaus muss seinen 160 Rindern inzwischen Winterfutter zugeben. Inständig hoffen die Landwirte auf ergiebigen Regen, damit die Natur aufholen kann.

Doro Siewert

Die Gelassenheit täuscht: Landwirt Detlef Dahlhaus aus Hürringhausen muss sich zur Ruhe zwingen, denn die Lage an der Futterfront wird durch die anhaltende Trockenheit schwierig. Das Grünfutter wächst nicht mehr; Dahlhaus muss seinen 160 Rindern inzwischen Winterfutter zugeben. Inständig hoffen die Landwirte auf ergiebigen Regen, damit die Natur aufholen kann.

Burscheid. Zum Beginn der Schulferien lautet der sehnlichste Wunsch nach einem richtigen bergischen Landregen. Am liebsten eine ganze Woche lang. Der Wunsch kommt von den heimischen Landwirten, die aber weit davon entfernt sind, sich als Spaßbremse zu produzieren. Sie als Produzenten unserer Nahrungsmittel treibt vielmehr eine ernste Sorge um: Auf den Feldern vertrocknet die Frucht, auf Wiesen und Weiden verdorrt das Viehfutter. Die Lage ist ernst.

Detlef Dahlhaus ist Rinderhalter in Hürringhausen. 160 Tiere stehen auf seinem Hof; 70 der Rinder sind Milchkühe. „Wir sind ja im Kreis noch im orangefarbenen Bereich“, sagt er mit Blick auf die östlichen Bundesländer, in denen „Alarmstufe rot“ herrscht und eine noch größere Trockenheit den Bauern zusetzt. Doch Dahlhaus’ zunächst abgeklärte Beschreibung nimmt schnell an Fahrt auf: „Wenn das so weitergeht, sind auch wir ganz schnell in Rot.“

Der Mais braucht Wasser, um die Kolben ausbilden zu können

Dank der Tatsache, dass Burscheid noch den einen oder anderen kleinen Schauer abbekam,, stehe der Mais „noch ganz gut da“. Doch nun brauche der Mais Regen, um die Kolben ausbilden zu können. Und dafür wünscht sich Dahlhaus – „eine Woche Regen“.

Das gleiche gilt für das Grünland. Der Hürringhauser Landwirt hat seine Kühe in Weidehaltung. „Da wird es jetzt knapp“. Dahlhaus muss zufüttern, weil das Grünland nicht mehr nachwächst. Jetzt gibts für die Rinder bereits Winterfutter; Reste der 2017er Ernte sind noch vorhanden und füllen die Mägen der Tiere. „Die neue Ernte ist erst im Herbst dran“, hofft Dahlhaus. Immerhin konnte er bereits zwei Schnitte einholen; das Erntejahr 2018 startete verheißungsvoll. Doch der dritte Schnitt fällt jetzt aus. Nummer vier soll es – hoffentlich – richten. Und hoffentlich ist das Grünfutter dann so beschaffen, dass es die Kühe in Hürringhausen zufriedenstellend nährt.

Bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung sei das Grünfutter nicht so gehaltvoll und nährstoffreich wie eigentlich notwendig, hat in diesen Tagen die Landwirtschaftskammer Niedersachsen verlautbart.

Weizen und Gerste müssen notgeerntet werden

Auch Kreislandwirt Peter Lautz, zugleich Vorsitzender der Kreisbauernschaft, hofft inständig auf Regen. Der Bergisch Gladbacher bewirtschaftet mit dem Hebborner Hof einen Pferdebetrieb, 90 Rösser sind dort eingestellt, mit weitläufigem Grünland. Das verdorrt – genau wie bei seinem Burscheider Kollegen mit den Rindern.

Aus der rheinisch-bergischen Landwirtschaft berichtet Lautz Besorgniserregendes. Das Grünland sieht überall gleich aus; es macht in der Region gut 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen aus. Die restlichen 20 Prozent sind Feld und Acker.Das Korn, Weizen und Gerste, müsse bei knappen Erträgen notgeerntet werden. Kartoffeln leiden unter der Waserknappheit und bilden ihre normale Größe nicht aus. „Natürlich muss man das am langen Ende sehen. Wenn es jetzt mal eine Woche regnen würde, holte die Natur das alles wieder auf.“ Doch Lautz fürchtet, „dass die Ernte nicht gut ausfällt.“

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