Mitarbeiter aus 22 Betrieben kündigen für diese Woche Protestaktionen an.

Mitarbeiter aus 22 Betrieben kündigen für diese Woche Protestaktionen an.
Eine Warnstreik-Aktion der IG Metall bei der Deutz AG im Jahr 2015. Archiv

Eine Warnstreik-Aktion der IG Metall bei der Deutz AG im Jahr 2015. Archiv

Eppinger

Eine Warnstreik-Aktion der IG Metall bei der Deutz AG im Jahr 2015. Archiv

Köln. In der Tarifrunde für die 700000 Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall NRW in dieser Woche mit Warnstreiks. „Die Arbeitgeber haben diese Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert“, heißt es von der Gewerkschaft in einer Mitteilung.

„Das Angebot von zwei Prozent und eine Einmalzahlung von 200 Euro trägt in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung“, sagte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW. „Dass sie diese Entgelterhöhung dann auch nur geben wollen, wenn wir ihren Gegenforderungen zustimmen, schlägt dem Fass den Boden aus. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten noch länger und noch flexibler arbeiten müssen und das ohne Zuschläge für Überstunden. Was die Beschäftigten von diesen Ideen der Arbeitgeber halten, werden sie in den nächsten Wochen auf der Straße zeigen“, so Giesler weiter.

Bis zur dritten Verhandlung am 18. Januar in Neuss wird die IG Metall NRW auch in der Region der IG Metall Köln-Leverkusen mit über 30000 Beschäftigten der Branche, tausende Metaller und Metallerinnen aus 22 Kölner Betrieben zu mehrstündigen Warnstreiks aufrufen. Dieter Kolsch, I. Bevollmächtigter der Kölner IG Metall: „Die Beschäftigten wollen einen fairen und gerechten Anteil aus den Gewinnen der Unternehmen und Arbeitszeiten, die zum Leben passen.“

Giesler fordert „Es muss Schluss sein mit juristischen Ablenkungsmanövern. Am 18. Januar erwarten wir endlich eine konstruktive und sachorientierte Verhandlung über unsere Forderungen. Sollte es immer noch keine Bewegung geben, werden wir bei den Warnstreiks nochmal kurzfristig nachlegen und dann aber auch schnell über 24-Stunden-Warnstreiks entscheiden. Wir wollen moderne, faire und Chancengleichheit schaffende Regelungen für die Beschäftigten.“ Heute werden die Beschäftigten aus den BetriebenDeutz, NKT, Waggonwerk Brühl, SKF Sealing Solutions, Federal-Mogul Powertrain, Siemens (Frohnhofstr.), Ford-Werke Merkenich in jeweiligen Aktionen im oder vor dem Betrieb streiken. Zusätzlich findet eine Aktion der Monteure aus den Betrieben Bosch Sicherheitssysteme, Thyssen-Krupp Aufzüge, Otis, Schindler und Kone am Fühlinger See um 14.00 Uhr statt. Morgen werden die Beschäftigten aus den Betrieben Hanon Systems Deutschland, Humbold Wedag, Atlas Copco Energas und Vaillant in jeweiligen Aktionen im oder vor dem Betrieb streiken.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer