Köln. Ehrenfeld ist der Leuchtturm auf dem Heliosgelände. Ehrenfeld ist die Zentralmoschee. Ehrenfeld hat Kulturorte wie die Live Music Hall und angesagte Locations wie den Club Bahnhof. Ehrenfeld steht auch für verschwundene Orte wie das Underground, die Papierfabrik und Jack in the Box. Ehrenfeld ist Karneval mit dem großen Veedelszoch und der Bürgergarde Blau-Gold.

Und „Venedig ist auch nicht viel größer Ehrenfeld“ - so lautet der Titel eines neuen Buchs über das Veedel mit seinen rund 100 000 Einwohnern, das sich zwischen der Inneren und Äußeren Kanalstraße erstreckt (Verlag der Buchhandlung Walther König, 224 Seiten, 24.80 Euro). Das Werk hat es sich auf seine Fahnen geschrieben, bislang weniger bekannte Seiten von Ehrenfeld zu präsentieren.

Erzählt, fotografiert, vorgestellt und nachgezeichnet wird es von Menschen, die Unterschiedliches mit dem Stadtteil verbindet. Dazu zählt die Historikerin Barbara Becker-Jákli genauso wie die Filmemacherin Anne Ditges, der Architekt Thomas Luczak, die Musikerin Annette Meisl, der Arzt und Mitglied des Pen-Zentrums Peter Rosenthal oder Burak Yönlü, der sich derzeit im Strafvollzug in der JVA Aachen befindet und dem danach die Abschiebung in die Türkei droht.

Themen sind Ehrenfelder Gedichte und der „Arbeiterstrich“ in der Hansemannstraße genauso wie Sinti und Roma in Ehrenfeld und der Leuchtturm ohne Meer oder Kuba in Köln, jüdisches Leben und die Venloer Straße als zentrale Achse des Veedels. step

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