Der Spielertrainer gibt mit seinem Wechsel nach Neuss eine Mannschaft ab, die gerade mit einer Siegesserie die bis dahin eher mäßige Bilanz noch einmal aufgewertet hatte.

Ceven Klatt war als Trainer wie als Spieler treibende Kraft des Oberligisten. Nach seinem Abgang in Richtung Neuss vor der Winterpause muss der Verlust im neuen Jahr erst einmal kompensiert werden.   Archiv
Ceven Klatt war als Trainer wie als Spieler treibende Kraft des Oberligisten. Nach seinem Abgang in Richtung Neuss vor der Winterpause muss der Verlust im neuen Jahr erst einmal kompensiert werden. Archiv

Ceven Klatt war als Trainer wie als Spieler treibende Kraft des Oberligisten. Nach seinem Abgang in Richtung Neuss vor der Winterpause muss der Verlust im neuen Jahr erst einmal kompensiert werden. Archiv

Doro Siewert

Ceven Klatt war als Trainer wie als Spieler treibende Kraft des Oberligisten. Nach seinem Abgang in Richtung Neuss vor der Winterpause muss der Verlust im neuen Jahr erst einmal kompensiert werden. Archiv

Hilgen. Überraschenderweise müssen die Handballer der Bergischen Panther in der Weihnachtspause mit einer erheblichen Veränderung klarkommen. Denn der Oberligist muss aus nahezu heiterem Himmel mit einem Wechsel auf der Trainerposition in die Rückrunde gehen. Spielertrainer Ceven Klatt verabschiedete sich aufgrund eines guten Jobangebots zum Drittligisten Neusser HV, Rückraumspieler und bisheriger Haupttorschütze Erwin Reinacher wird die Nachfolge antreten.

Substanz reicht nicht für einen Spitzenplatz

Mit einem positiven Punktekonto von 15:11 Zählern und einem fünften Platz gehen die Panther recht entspannt in die Rückserie. Macher Hans-Jürgen Middendorf hatte es Ende November schon auf den Punkt gebracht, dass die Substanz der Mannschaft in dieser Saison für ganz weit vorne wohl nicht reichen würde. Und diese Aussage sollte sich auch mit ein bisschen Abstand bewahrheiten.

Sicherlich haben die Panther mit einer positiven Serie das Jahr abgeschlossen: Drei Siege haben die bis dahin mäßige Bilanz noch einmal erheblich aufgewertet. War der 33:25-Heimsieg gegen Tusem Essen II noch ein Pflichterfolg, so sind die gewonnenen Spiele gegen den TV Aldekerk (30:17) und Borussia Mönchengladbach (19:17) gar nicht hoch genug einzustufen. „Das waren Siege gegen zwei absolute Aufstiegskandidaten. Da hat die Mannschaft ihr gesamtes Potenzial abgerufen“, sagt Klatt, der seine Mission bei den Panthern auch als erfüllt ansieht.

Nach dem Aufstieg in der Liga etabliert

Nach dem Aufstieg vor anderthalb Jahren in die Oberliga ist dem Team definitiv die Etablierung im vorderen Feld gelungen. Für noch mehr reicht es in dieser Runde aber nicht, denn die Verfehlungen gerade vor heimischer Kulisse waren zu schwer. Niederlagen gegen die durchschnittlichen Mannschaften aus Dinslaken, Remscheid und Vorst sind eine zu große Hypothek im Kampf um eine Spitzenplatzierung.

Für Reinacher und Co. wird es nun in der Rückserie darum gehen, den Verlust von Klatt sowohl als Trainer als auch als Spieler zu kompensieren. Der Markt wird noch einmal sondiert, um vor allem eine Alternative für den Rückraum zu finden. Und dann muss man sich im Kreis der Panther-Verantwortlichen in aller Ruhe Gedanken um die Zukunft machen. Um einen Neuaufbau wird man nach aktueller Lage wohl nicht herumkommen.

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