Für eine Förderung muss die Straße als wichtig eingestuft werden.

Burscheid. Kommt jetzt plötzlich doch die teuerste Lösungsvariante für die notwendige neue Brücke an der Ösinghausener Straße in Kotten zum Zuge? Der Stadtentwicklungsausschuss will am Dienstag die seit dem Frühjahr andauernde Hängepartie beenden - und hat dafür den Verwaltungsvorschlag auf dem Tisch, einen Erddamm mit Untertunnelung für den geplanten Radweg zu bauen.

Die Kosten dafür liegen mit 336 000 Euro eigentlich so hoch, dass diese Variante bisher nie ernsthaft in Betracht kam. Das hat sich geändert, seit die Bezirksregierung eine 70-prozentige Förderung in Aussicht gestellt hat.

Dafür müsste die Ösinghausener Straße aber zunächst über eine Flächennutzungsplanänderung als "verkehrswichtige innerörtliche Straße" dargestellt werden. Auch darüber soll der Ausschuss am Dienstag befinden. An der Stadt blieben dann noch Kosten von knapp 140 000 Euro hängen.

Die Lösung mit der Untertunnelung steht auch deswegen wieder zur Diskussion, weil die Bezirksregierung eine möglichst unterbrechungsfreie Durchgängigkeit des geplanten Radwegs auf der Bahntrasse verlangt. Die von der Burscheider CDU favorisierten Fahrradrampen zur Überbrückung eines Erddamms würden dem entgegenstehen.

Gleichwohl wäre ein Erddamm mit Rampen aus Sicht des städtischen Haushalts bei Berücksichtigung aller möglichen Förderungen etwa 40 000 Euro günstiger zu haben.

Gibt der Ausschuss am Dienstag sein Okay für die teurere Lösung, könnte im Frühjahr 2009 mit dem Neubau der Brücke begonnen werden.

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